Aktualisiert

Gratis-ÖVJuso wirft Stadt falsche Rechnung vor

Die Juso kämpft mit einer Initiative für Gratis-ÖV für Jugendliche. Laut Stadt ist die Umsetzung aber zu teuer.

von
Nina Frauenfelder
Die Initianten der Juso: v.l. Monika Simmler, Angelo Zehr, Tim Rüdiger, Louisa Goldman.

Die Initianten der Juso: v.l. Monika Simmler, Angelo Zehr, Tim Rüdiger, Louisa Goldman.

Jugendliche unter 25 Jahren sollen nichts mehr für die Fahrt mit den städtischen Bussen zahlen müssen. Das will die Juso mit einer Initiative erreichen, über die am 17. Juni abgestimmt wird. «Es sollen vor allem ärmere Städter finanziell entlastet werden», sagt Monika Simmler, Co-Präsidentin der kantonalen Juso. Mobilität werde immer teurer und belaste junge Menschen und Familien stark. Weiter würden laut Juso auch alle über 25 Jahre profitieren: «Die Lebensqualität steigt, weil so längerfristig mehr junge Leute vom Auto auf den ÖV umsteigen», sagt Simmler.

Unterstützung nur durch die Mutterpartei

Das Stadtparlament sprach sich im März deutlich gegen die Initiative aus. Kritisiert wurden die «massiven Mehrkosten», die der Gratis-ÖV verursachen würde: laut Rechnung der Stadt jährlich sieben Millionen Franken. Die Juso stellte diese Zahl gestern in Frage: «Wir gehen lediglich von vier Millionen aus», sagt Simmler. So oder so unterstützt bis jetzt nur die Mutterpartei SP die Juso-Initiative. «Dieses Geld würde besser für die Förderung des Langsamverkehrs ausgegeben», sagt etwa Thomas Schwager, Chef der Grünen Fraktion. Die Grünen

entscheiden heute, ob sie die Juso-Initiative unterstützen werden.

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