Trinken im ÖV: Juso wollen im Zug einen Botellón veranstalten

Aktualisiert

Trinken im ÖVJuso wollen im Zug einen Botellón veranstalten

Die Juso wehrt sich gegen drohende Alkoholverbote – mit einem Botellón in der S-Bahn. Bei der SBB ist man davon wenig begeistert.

von
Marco Lüssi
Planen am Freitag einen Botellón in der S-Bahn: Die Juso-Copräsidenten Ursula Näf und Pascal Bührig.

Planen am Freitag einen Botellón in der S-Bahn: Die Juso-Copräsidenten Ursula Näf und Pascal Bührig.

Am Freitag, 23. November, soll es in Zürich einen Botellón geben – und zwar in einer S-Bahn. Dies planen die Jungsozialisten (Juso) des Kantons Zürich.

Damit wollen sie gegen die Forderung der EVP protestieren, den Alkoholkonsum in den öffentlichen Verkehrsmitteln ab 22 Uhr zu verbieten. «Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, wie wir uns zu verhalten haben», sagt Juso-Co-Präsidentin Ursula Näf. Ein solches Verbot sei unnötig und bevormundend.

Die tatsächlichen Konfliktherde im ÖV seien andere: Der unnötige Nachtzuschlag sowie die «Diktatur der Sicherheits-Rambos» von der Transportpolizei, die mehr Probleme produzierten als lösten.

Obwohl auch die SBB ein Alkoholverbot in ihren Fahrzeugen ablehnen, ist man wenig erfreut über die Aktion der Juso. SBB-Sprecher Reto Schärli: «Es muss sichergestellt sein, dass der Bahnbetrieb und andere Fahrgäste nicht gestört werden.» Dazu werde man das Gespräch mit der Juso suchen.

Juso-Co-Präsident Pascal Bührig versichert: «Wir werden dafür sorgen, dass unser Botellón nicht aus dem Ruder läuft.» Deshalb werde man Ort und Zeitpunkt nicht im Internet bekannt geben und nicht auf Facebook dazu aufrufen, sondern lediglich kurz vor der Aktion am Bahnhof Flyer verteilen.

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