Reaktionen auf Bieber-Show: «Justin hatte keine Lust, dieses Konzert zu spielen»
Aktualisiert

Reaktionen auf Bieber-Show«Justin hatte keine Lust, dieses Konzert zu spielen»

Dem Kreischen nach hatten die Fans viel Freude an Justin Biebers Hallenstadion-Show. Doch es gibt auch Kritik am Popstar.

von
Schimun Krausz
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Er hat nicht immer mitgemacht - schliesslich musste er dann und wann auch singen -, aber wenn Justin Bieber mit seiner Crew das Tanzbein schwang, gab es für die 13'000 Fans am Donnerstagabend im Hallenstadion kein Halten mehr.

Er hat nicht immer mitgemacht - schliesslich musste er dann und wann auch singen -, aber wenn Justin Bieber mit seiner Crew das Tanzbein schwang, gab es für die 13'000 Fans am Donnerstagabend im Hallenstadion kein Halten mehr.

Custom Images/Oskar Moyano
Spätestens als der Kanadier zum Schluss seiner rund 80-minütigen Show (die nach der ersten halben Stunde für 15 Minuten pausierte, was für ein Konzert sehr ungewöhnlich ist) seinen Megahit «Sorry» anstimmte, drehten die Beliebers vollends durch.

Spätestens als der Kanadier zum Schluss seiner rund 80-minütigen Show (die nach der ersten halben Stunde für 15 Minuten pausierte, was für ein Konzert sehr ungewöhnlich ist) seinen Megahit «Sorry» anstimmte, drehten die Beliebers vollends durch.

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Nicht auf diesen Bildern zu sehen - weil unser Fotograf nicht so lange knipsen durfte - ist ein beeindruckendes, riesiges, über den Köpfen des Publikums schwebendes Trampolin, auf dem Biebs und sein Tanzteam herumgehüpft sind.

Nicht auf diesen Bildern zu sehen - weil unser Fotograf nicht so lange knipsen durfte - ist ein beeindruckendes, riesiges, über den Köpfen des Publikums schwebendes Trampolin, auf dem Biebs und sein Tanzteam herumgehüpft sind.

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Rund zwölf Stunden ist es her, dass Justin Biebers seine einzige Schweizer Show auf der aktuellen «Purpose»-Tour mit dem Megahit «Sorry» beschloss. Höchste Zeit also, die Meinungen der 20-Minuten-Leser zu einem der am meisten erwarteten Konzerte des Jahres auszuwerten.

Von den fast 3000 Teilnehmern unserer Umfrage fanden ihn 26 Prozent «grossartig», für 5 Prozent war es «solide Unterhaltung» und 11 Prozent konnten nicht wirklich was damit anfangen – 58 Prozent gaben derweil an, gar nicht dagewesen zu sein.

Hatte der Star keinen Bock?

Bei den Kommentaren zeichnet sich ein etwas negativeres Bild ab. Neben dem üblichen Lamentieren, dass «früher noch echte Musik» gemacht wurde (dabei werden gerne Deep Purple und andere Hard-Rock-Bands genannt) und Bruce Springsteen im Sommer ein dreistündiges Konzert gegeben hat – während Bieber «nur» etwa 90 Minuten spielte –, stiess den Anwesenden vor allem die Laune des Popstars sauer auf.

Bieber-Konzert: The Knocks im Lichtermeer

Bevor Justin Bieber am Donnerstagabend die Bühne betrat, wärmten The Knocks aus New York das Publikum auf &ndash; und dieses schuf diesen magischen Handy-Licht-Moment. <i>(Video: Schimun Krausz)</i>

«Hört auf zu schreien, wenn Justin was sagt»

Kurz vor Justin Biebers Konzert im Hallenstadion hat 20 Minuten Belieber-Berater Cyrill Leon Wäfler zum Interview getroffen. <i>(Video: Schimun Krausz)</i>

Bevor Justin Bieber am Donnerstagabend die Bühne betrat, wärmten The Knocks aus New York das Publikum auf – und dieses schuf diesen magischen Handy-Licht-Moment. (Video: Schimun Krausz)

«Ich habe schon oft gehört, dass er empfindlich ist wegen dem Geschrei», schreibt etwa Userin Yasmin, «aber dass er dann wirklich einen Fan anmacht mit ‹Wieso schreist du? Interesseriert dich nicht, was ich sage?›, hätte ich nicht gedacht.» Und Sofia meint: «Er hat keine Lust gehabt, dieses Konzert zu geben. Ich habe mich so gefreut und bin jetzt ein wenig enttäuscht.»

War es Playback-Gesang?

Der zweite häufige Kritikpunkt ist der Gesang, der bei solch aufwendigen Produktionen und Choreografien teilweise vom Band kommt. «Bieber und sein Management sollten sich schämen. Teure Karten für eine Playback-Show», befindet 20-Minuten-Leser Herman. «Er machte sich nicht einmal die Mühe, die Playback-Songs live aussehen zu lassen», so Roland.

Bieber-Konzert: Der Superstar schwebt herab

Seine Hallenstadion-Show eröffnete der Kanadier mit «Mark My Words» und schwebte dabei in einer Glasbox von der Decke herab. Zum Ende des Songs hin verschwand er im Boden und tauchte an anderer Stelle wieder auf. <i>(Video: Schimun Krausz)</i>

Seine Hallenstadion-Show eröffnete der Kanadier mit «Mark My Words» und schwebte dabei in einer Glasbox von der Decke herab. Zum Ende des Songs hin verschwand er im Boden und tauchte an anderer Stelle wieder auf. (Video: Schimun Krausz)

Sara hingegen schreibt: «Ich verstehe den ‹Hass› ihm gegenüber nicht. Er hat klein angefangen und ist jetzt dort, wo er wahrscheinlich schon immer sein wollte. Hammer-Show!» «Ich war hin und weg», doppelt User Ich* nach, «es war eines der besten Konzerte, an denen ich je war, Geschrei inklusive.»

Wofür war die Pause?

Dass Bieber etwa in der Hälfte der Show 15 Minuten Pause machte, wurde zwar von einigen Lesern erwähnt, aber nicht kritisiert. Dabei stellt sich doch die Frage, warum bei einem eineinhalbstündigen Konzert ein Unterbruch nötig ist. Zum Durchatmen für Bieber? Kaum, der 22-Jährige ist fit und sollte das locker durchhalten können. Für den Umbau des Bühnenbilds? Nein, da ist alles vorinstalliert und durchgeplant. Für eine Pinkelpause? Bei 13'000 Besuchern reichen knapp 15 Minuten nicht aus, damit jeder aufs Klo kann, der muss. Und Merchandising-Produkte konnten in dieser kurzen Zeit auch nicht wirklich verkauft werden.

Bieber-Konzert: Justin stellt sich Fan-Fragen

Die Interaktionen mit dem Publikum blieben lange rar und kühl. Eine kleine Live-Fragestunde lockerte die Atmosphäre spürbar auf. <i>(Video: Schimun Krausz)</i>

Die Interaktionen mit dem Publikum blieben lange rar und kühl. Eine kleine Live-Fragestunde lockerte die Atmosphäre spürbar auf. (Video: Schimun Krausz)

Vielleicht ist das ja auch eine Entwicklung, die bald salonfähig wird? Beatrice Egli handhabt das bei ihren Auftritten ebenfalls so. Und solche Events sind mittlerweile mehr Unterhaltungsshow als klassisches Konzert – auch, weil Live-Gesang und -Instrumentierung nicht mehr höchste Priorität geniessen.

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