Daniuel Yule: «Justin Murisier hat mich gestern noch zusammengestaucht»
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Yule erklärt seinen Podestplatz«Justin Murisier hat mich gestern noch zusammengestaucht»

Daniel Yule schaffte am Sonntag etwas Historisches. Nach 23 Jahren reichte es mal wieder für ein Slalom-Podest in Wengen.

von
Sven Forster
(Wengen)
Adrian Hunziker
(Wengen)

Mit dieser Fahrt schafft es Daniel Yule aufs Wengener Slalom-Podest.

SRF

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Es war ein besonders wilder Slalom am Sonntag in Wengen. Es kam gleich zu mehreren besonderen Momenten. Neben dem strahlenden Sieger Lucas Braathen sorgte Daniel Yule für etwas Historisches im Berner Oberland. Zum ersten Mal seit 23 Jahren stand wieder ein Schweizer auf dem Slalom-Podest in Wengen. Zuletzt war dies Michael von Grünigen im Jahr 1999 gelungen.

Daniel Yule zeigte sich nach dem Rennen äusserst erleichtert. «Ich glaube, es war nicht immer einfach die letzten Zeiten. Im Sommer auch abseits der Piste. Die harte Arbeit lohnt sich einfach.» Er selber hätte nach seiner Zielankunft nicht mit einem Podestplatz gerechnet. Für ihn ist aber klar: «Das ist Slalom momentan, es ist einfach sehr verrückt.» Teamkollege Zenhäusern pflichtet ihm bei: «Es ist eine verreckte Disziplin.»

Von Murisier zusammengestaucht

Für Yule ist Wengen einfach etwas «Legendäres». Es ist ein historisch geprägter Ort, so der Walliser weiter. «Es freut mich einfach wirklich riesig.» Sein Erfolgsrezept war der volle Angriff: «Die Einstellung war alles oder nichts. Heute ist es mir zum Glück aufgegangen.» Auch wichtig für seinen Erfolg sei Teamkollege Justin Murisier gewesen: «Justin Murisier hat mich gestern noch zusammengestaucht, das konnte ich heute umsetzen. Er findet immer gute Wörter. Wenn er mir was sagt, dann stimmt es schon.»

Der strahlende Sieger bei fantastischen Rennbedingungen stammte allerdings aus Norwegen. Lucas Braathen, der sich vor einem Jahr in Adelboden schwer verletzte, schaffte mit der Startnummer 29 im zweiten Lauf den Sprung auf den ersten Platz. Der sympathische Norweger wollte im SRF-Interview unbedingt Deutsch sprechen: «Der zweite Durchgang war sehr intensiv. Mit zwei Sekunden Rückstand in den Top 30 ist alles möglich. Heute war die Schweiz für mich gut. Ich bin sehr glücklich.» An die 10’000 Besucher und Besucherinnen vor Ort hatte Braathen auch eine Nachricht: «Die Fans haben eine Show verdient. Ich liebe euch Fans. Es war einfach unglaublich.»

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