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Kanton GraubündenJustiz ermittelt wegen Bündner Baukartell

Die jahrelangen Preisabsprachen und Manipulationen bei der Vergabe von Aufträgen beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft.

von
roy
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Im Bündner Bauwesen kam es zu illegalen Kartellabsprachen. (Archiv)

Im Bündner Bauwesen kam es zu illegalen Kartellabsprachen. (Archiv)

Keystone/Gaetan Bally
Während des Baus sind Absprachen nötig. Treffen sich Firmenvertreter aber schon während der Ausschreibungsphase, entsteht Kartellverdacht.

Während des Baus sind Absprachen nötig. Treffen sich Firmenvertreter aber schon während der Ausschreibungsphase, entsteht Kartellverdacht.

Imago
In abgelegenen Tälern wie im Unterengadin ist die Gefahr für Kartellabsprachen gross.

In abgelegenen Tälern wie im Unterengadin ist die Gefahr für Kartellabsprachen gross.

Keystone/Christian Beutler

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Wettbewerbskommission (Weko) die zwei letzten von insgesamt zehn Untersuchungen abgeschlossen hat. Bündner Baufirmen wurden wegen Preisabsprachen mit Bussen von total rund 11 Millionen Franken belegt. Der Fall, der im April letzten Jahres aufgeflogen war, ist damit aber noch nicht abgeschlossen.

Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt ermittelt nun die Justiz. «Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat eine Strafuntersuchung gegen unbekannt eröffnet», sagt Staatsanwalt Bruno Ulmi der Zeitung. Da Korruptionsvorwürfe im Raum stünden, es Indizien gebe, habe man sich eingeschaltet. Man würde bereits schon länger die Entwicklung runs ums Baukartell beobachten und analysieren.

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