Justiz konfisziert Kaution von Ex-Servette-Präsident
Aktualisiert

Justiz konfisziert Kaution von Ex-Servette-Präsident

Die Genfer Justiz hat die 300 000 Franken konfisziert, die der ehemalige Servette-Präsident Marc Roger als Kaution für seine Freilassung hinterlegt hatte. Roger bezahlt damit dafür, dass er den Vorladungen des Untersuchungsrichters keine Folge leistet.

Das Gericht habe Marc Roger den Beschluss mitgeteilt, bestätigte Staatsanwalt Dario Zanni einen Bericht der Genfer Tageszeitung «Tribune de Genève». Roger kann den Entscheid innerhalb von zehn Tagen bei der Anklagekammer anfechten. Tut er das nicht, wird das Geld auf die durch den Servette-Konkurs Geschädigten aufgeteilt.

Im Rahmen der Untersuchung über den Konkurs des Genfer Fussballclubs ermittelt der Untersuchungsrichter gegen den Franzosen Marc Roger wegen ungetreuer Geschäftsführung, betrügerischen Konkurses, Urkundenfälschung und Veruntreuung.

Im März 2005 liess er ihn verhaften. Fünf Monate später kam Roger gegen 300 000 Fr. Kaution wieder auf freien Fuss. Umgehend verliess Roger die Schweiz Richtung Frankreich und leistete seither keiner Vorladung des Untersuchungsrichters mehr Folge. Er entschuldigte sein Fernbleiben jeweils mit Gesundheitsproblemen.

(sda)

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