Aktualisiert 21.02.2014 13:23

Basel-StadtJustizdepartement will Teilzeitarbeit für alle

Regierungsrat Baschi Dürr ermöglicht in seinem Departement neu Teilzeitarbeit bis 80 Prozent auf allen Positionen.

von
Camille Haldner
Regierungsrat Baschi Dürr ermöglicht in seinem Departement neu Teilzeitarbeit auf allen Stufen.

Regierungsrat Baschi Dürr ermöglicht in seinem Departement neu Teilzeitarbeit auf allen Stufen.

Im Wahlkampf und an der letzten Fasnacht wurde Regierungsrat Baschi Dürr als «Waschi-Baschi» veralbert – weil er angekündigt hatte, einen halben Tag pro Woche zu Hause zu verbringen, um sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Einen Waschtag soll jetzt auch für seine Untergebenen möglich sein: Gestern teilte das ihm unterstellte Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) mit, dass künftig sämtliche Stellen als Teilzeitstellen (80 bis 100 Prozent) ausgeschrieben werden sollen.

Damit will das Departement sein Profil als attraktiver Arbeitgeber stärken. Der neue Grundsatz soll für alle Hierarchiestufen angewendet werden. Ausnahmen müssen vom Vorsteher bewilligt werden. «Das Ziel ist nicht zwingend, mehr Teilzeitarbeitende zu haben, sondern das Feld für Bewerber zu vergrössern», sagt Dürr. Dadurch würden die Chancen steigen, die Besten rekrutieren zu können. «Die Folge kann natürlich sein, dass die Anzahl Teilzeitarbeitender ansteigt.»

Neuerung wird begrüsst

Die Leiterin der Abteilung für Gleichstellung von Frauen und Männer, Leila Straumann begrüsst die Neuerung: «Dieser Grundsatz ist toll. In Basel arbeiten bereits heute 59 Prozent der Verwaltungsangestellten Teilzeit.» Beim JSD gebe es mit 19 Prozent jedoch noch Luft nach oben.

Auch vom Arbeitgeberverband gibts Lob. «Im Vergleich zu früher gibt es heute viel mehr junge Leute, die Teilzeit arbeiten wollen. Auch im Kaderbereich», so Direktorin Barbara Gutzwiller.

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