Cadillac SRX: (K)ein Cadillac fürs Grobe
Aktualisiert

Cadillac SRX(K)ein Cadillac fürs Grobe

95 Prozent aller Offroader und SUVs werden nie abseits der Strassen gefahren. Auch der Cadillac SRX nicht – denn dafür ist der kantige Ami viel zu schade.

«Mit diesem Auto beginnt die Renaissance der Marke», freute sich Cadillac- Produktdirektor John Howell im vergangenen Sommer. Grund zur Freude: die Verkaufserfolge des Cadillac SRX in den USA. Die Geschichte beweist allerdings: Was in den USA wie geschmiert läuft, stottert meistens auf dem europäischen Markt.

Da könnte der SRX – das erste Luxus-Crossover-Fahrzeug, das Cadillac auf den Markt bringt – durchaus eine Ausnahme bilden. Denn die Voraussetzungen sind gut.

Design: Ecken und Kanten machen den SRX zum Sonderling unter den windgeschliffenen und runden SUV-Kollegen. Das monumentale Design verleiht dem SRX viel Charakter. Für die einen «cool», für die anderen «potthässlich».

Interieur: Schmuck, variabel, ergonomisch fast perfekt. Der Innenraum des SRX bietet Platz für sieben Personen, fünf davon sind fürstlich unterwegs.

Technik: Allradantrieb, 4,6-Liter-Northstar-V8 und das aufwändige Fahrwerk genügen längst auch europäischen Ansprüchen, nur die gefühllose Lenkung stört.

Fahrspass: Der SRX bietet Fahrspass pur. Die 325 PS des V8-Motors machen den Ami zum Sportler. Dank dem aufwändigen Fahrwerk lässt sich der SRX schnell und sicher um die Kurven dirigieren und Cruisen macht sowieso Spass.

Luxus: Den gibts im SRX pur. Auf Wunsch mit DVD-System für die Hinterbänkler oder einem rieisgen Glassonnendach (zum Öffnen) über allen drei Sitzreihen.

Preis: Die günstigste Variante mit Sechszylinder gibts ab 66 450 Franken. Der getestete 4.6 V8 Sport Luxury kostet mit Zubehör (3. Sitzreihe, DVD, Navigationssystem, Glasdach und Bose-Sound) happige 104 880 Franken.

Fazit: Cooler, typischer Ami mit viel Charakter und europäischen Qualitäten. Typisch Ami leider auch der Durst: Unter 18 Litern lief beim V8 nichts.

Dieter Liechti/Textlab

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