Aktualisiert 17.09.2007 12:23

Kaba schliesst gut ab

Der Sicherheitstechnikkonzern Kaba hat Gewinn und Umsatz auf neue Rekordwerte gesteigert. Die Aktionäre sollen von einer Dividendenerhöhung profitieren. Die Börse reagierte positiv.

Der ausgewiesene Konzerngewinn erhöhte sich im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 um 24,5 Prozent auf 84,8 Millionen Franken, wie die Kaba-Gruppe am Montag bekannt gab. Damit wurden die Erwartungen der Finanzanalysten übertroffen. Der Umsatz wuchs um ein Fünftel auf 1,249 Milliarden Franken. Um den Einfluss von Wechselkursen und Übernahmen bereinigt steigen die Verkäufe um 5,7 Prozent. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 21 Prozent auf 143,7 Millionen Franken; die EBIT-Marge erhöhte sich leicht von 11,4 auf 11,5 Prozent.

Die Aktionäre sollen von der von Kaba als erfreulich eingestuften Gewinnzunahme in Form einer um 1,40 auf 6,50 Franken je Aktie erhöhten Dividende profitieren. Der Erfolg wird unter anderem auf die Übernahme der chinesischen Firma Wah Yuet Group und des US-Herstellers elektronischer Hotel- und Sicherheitsschlösser CSS Inc. zurückgeführt.

Im Segment Access & Data Systems wurde der Umsatz im Vorjahresvergleich um 34,8 Prozent auf 681,6 Millionen Franken gesteigert. Den grössten Teil trugen die erstmals konsolidierten Wah Yuet Group und CSS Inc. bei. Dem Produktionsstandort China wird auch in Zukunft hohe Bedeutung beigemessen. Die EBIT-Marge ging von 18,7 auf 17 Prozent zurück. Der Umsatz im Segment Door Systems wurde den Angaben zufolge durch eine Pause im Grossprojektgeschäft bei den Bahnsteigetüren gebremst. Neue Aufträge für Grossprojekte in Frankreich und China sorgten im letzten Quartal wieder für steigenden Umsatz. Trotz der Wachstumspause verbesserte sich der Jahresumsatz um 1,1 Prozent auf 274,3 Millionen Franken. Die EBIT-Marge nahm von 8,2 auf 8,6 Prozent zu. Das Segment Key & Ident Systems wuchs um 12,6 Prozent auf 261 Millionen Franken; ein Teil des Mehrumsatzes wurde auf Preiserhöhungen wegen der gestiegenen Rohmaterialkosten zurückgeführt. Die EBIT-Marge ging von 10,1 auf 9,4 Prozent zurück.

Kaba rechnet im neuen Geschäftsjahr mit einem organischen Wachstum von fünf Prozent. Beim Gewinn wird wiederum eine zweistellige Zuwachsrate in Aussicht gestellt. Die Betriebsgewinnmarge (EBIT-Marge) soll bei konstanten Rohmaterialpreise auf mehr als zwölf Prozent steigen.

Die Börse reagierte positiv. Im frühen Handel legte die Kaba-Namenaktie um bis zu 6,3 Prozent zu. Analysten verwiesen vor allem auf den positiven Ausblick, der Befürchtungen über Bremsspuren im Ergebnis wegen des eingebrochenen US-Immobilienmarkts zerstreuen dürfte. (dapd)

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