Aktualisiert 08.09.2009 23:18

Ostschweizer DesignerKabelmuster und Trachten

Acht von 36 Nominierungen für den Designpreis Schweiz stammen aus der Ostschweiz – so viele wie noch nie. Vor allem die Textilbranche will mit ausgefallenen Ideen den Wettbewerb aufmischen, wie Designer aus der Region beweisen.

von
Raphael Labhart

Stéphanie Baechler (26) arbeitet als Textildesignerin in St. Gallen und ist in der ­Kategorie Newcomer für den renommiertesten Designpreis der Schweiz aufgestellt. Ihr Projekt heisst «Poesie der Hardware»: «Meine Sujets sind unter anderem Pro­zessoren, Widerstände und Flachbandkabel», so Baechler. Mittels Digitaldruck habe sie den Elektroschrott auf die Stoffe gebracht, die unter anderem auch zu Lingerie verarbeitet werden. «Die Arbeit hat sozialkritische Elemente, doch zählt für mich vor allem der Wettbewerb», sagt die Jungdesignerin.

Heidi We­gener, Kuratorin für den Design­preis Schweiz staunt über den hiesigen ­Enthusiasmus: «Jedes vierte ­Projekt kommt aus der Ostschweiz – das ist extrem viel.» Neben einer S-Bahn aus dem Thurgau stammt die Mehrheit der Projekte aus der traditionsreichen Textilbranche. So auch eine Modelinie der Firma Sentis, welche «Neuzeit­liche Alltagstrachten» als Beitrag einreichte. «In der Jury sitzen nur die Koryphäen der Szene», sagt Marcus Gossolt, Sentis-Projektleiter. So gesehen sei alleine die Nominierung eine Ehre. Preisver­leihung ist am 6. November im bernischen Langenthal.

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