Aktualisiert 14.06.2005 09:55

Kabul vor Cholera?

Die afghanische Hauptstadt Kabul steht nach Ansicht eines amerikanischen Gesundheitsexperten am Rande einer Cholera-Epidemie.

In den vergangenen Wochen seien mehr als 2.000 Erkrankungen registriert worden, mindestens acht Menschen seien dabei gestorben, sagte Fred Hartman, der Technische Direktor eines von den USA unterstützten Gesundheitsprogramms, der direkt an den Bemühungen zur Eindämmung der Krankheit beteiligt ist, am Dienstag in Kabul.

Die afghanischen Behörden hatten am Montag 300 Cholera-Erkrankungen bestätigt. Die Seuche sei unter Kontrolle, hiess es. Seit Ausbruch der Cholera vor etwa zwei Wochen sei noch niemand daran gestorben. Die Behörden haben eine Kampagne gestartet, um die Bevölkerung über vorbeugende Hygienemassnahmen aufzuklären. Ferner wurde dem Ministerium zufolge das Trinkwasser an allen öffentlichen Brunnen mit Chlor versetzt. Die meisten der vier Millionen Einwohner von Kabul beziehen ihr Wasser aus diesen Brunnen. (dapd)

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