Vorwurf Vergewaltigung: Kachelmann will nicht mehr vor die Kamera
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Vorwurf VergewaltigungKachelmann will nicht mehr vor die Kamera

Wetterfrosch Jörg Kachelmann sagt den Bildschirmen definitiv Adieu. Nach dem Vergewaltigungsprozess könne er nicht mehr den «Blumenkohlwolken-Onkel» geben.

TV-Meteorologe Jörg Kachelmann, der sich derzeit wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten muss, will seine Karriere als Wetter-Moderator unabhängig vom Ausgang des Prozesses beenden. «Ich werde nach all dem keine Wettersendungen mehr moderieren können. Nachdem Staatsanwaltschaft und Medien mein angebliches Privatleben gewaltsam öffentlich gemacht haben, wärs mit dem Blumenkohlwolken-Onkel wohl schwierig», sagte Kachelmann der «Bild»-Zeitung (Onlineausgabe). «Das Kapitel Fernsehen ist dadurch für mich beendet worden.»

Kachelmann bestreitet vor Gericht, seine Ex-Geliebte vergewaltigt zu haben. Für sein weiteres Leben habe er zwei Vorsätze gefasst: «Wenn ich in Zukunft eine Beziehung führe, werde ich monogam leben.» Und: «Ich werde in Zukunft Situationen vermeiden, in denen man mir etwas vorwerfen kann, was ich nicht getan habe.»

Der Wetter-Experte will in Zukunft nur noch als Redakteur bei seinem Wetterdienst «Meteomedia» arbeiten. 1990 hatte er das Unternehmen gegründet, das heute 100 Mitarbeiter in Deutschland, Kanada, den USA und der Schweiz beschäftigt.

Das Urteil im Vergewaltigungsprozess soll am 21. Dezember gesprochen werden. (dapd)

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