Paul Estermann: Kader-Reiter muss wegen Tierquälerei vor Gericht
Aktualisiert

Paul EstermannKader-Reiter muss wegen Tierquälerei vor Gericht

Mit einer Peitsche soll Paul Estermann ein Pferd gequält haben. Jetzt muss sich der Springreiter vor dem Richter verantworten.

von
gwa
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Springreiter Paul Estermann (56) muss sich bald vor dem Bezirksgericht Willisau verantworten.

Springreiter Paul Estermann (56) muss sich bald vor dem Bezirksgericht Willisau verantworten.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Estermann soll 2016 eine Stute mehrmals mit einer Dressurpeitsche eine Stute «heftig und übermässig» in den Bauch geschlagen haben.

Estermann soll 2016 eine Stute mehrmals mit einer Dressurpeitsche eine Stute «heftig und übermässig» in den Bauch geschlagen haben.

uwe Anspach
Auch ein zweites Pferd soll Estermann so geschlagen und verletzt haben, heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Luzern.

Auch ein zweites Pferd soll Estermann so geschlagen und verletzt haben, heisst es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Luzern.

Keystone/Ennio Leanza

Gegen den 56-jährigen Springreiter Paul Estermann hatte die Staatsanwaltschaft Sursee eine Strafuntersuchung geführt. Nun ist diese abgeschlossen, wie es in einer Mitteilung heisst. Estermann soll eine Stute gequält haben: «Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte im April 2016 in Hildisrieden eine Stute mehrmals mit einer Dressurpeitsche wissentlich und willentlich mehrfach heftig und übermässig gegen die Flanken und den Unterbauch schlug», heisst es in der Mitteilung.

Damit habe der Springreiter ein «besseres Trainingsergebnis» erzielen wollen. Aber: Mit den Peitschenhieben verletzte der 56-Jährige das Pferd. «Zudem soll der Beschuldigte in analoger Weise auch ein zweites Pferd derart geschlagen und verletzt haben», heisst es weiter.

Springreiter erhob Einsprache

Die Staatsanwaltschaft hat Estermann wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 160 Franken bestraft. Auch eine Busse in der Höhe von 3600 Franken soll er bezahlen. Hinzu kommen die Verfahrenskosten von 1500 Franken und die Kosten für seinen Anwalt.

Der 56-Jährige hat Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben. Das Bezirksgericht Willisau muss sich nun des Falles annehmen.

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