Studie: Kaderfrauen immer häufiger ohne Partnerschaft
Aktualisiert

StudieKaderfrauen immer häufiger ohne Partnerschaft

Intelligent, schön, erfolgreich – und solo. Frauen in Top-Positionen finden immer häufiger keine Männer. Eine Spitzenfrau erzählt.

von
Christa Gall

Erfolgreich im Job, erfolglos im Privaten: 2008 bezeich­neten ein Fünftel der weib­lichen Führungskräfte im ­Alter zwischen 30 und 59 Jahren ihre Beziehung als schlecht. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Choice waren es 2004 noch drei Prozent weniger. Ein Drittel hat gar keine intakte Beziehung und mehr als ein Fünftel der Frauen ist geschieden. Drei Viertel der Spitzenfrauen haben zudem keine Kinder. «Die Schweizer Männer haben Panik, wenn sie einer 1,80 Meter grossen, hübschen Frau gegenüberstehen, die nicht auf den Mund gefallen ist und ­beruflich erfolgreich ist», sagt A.F.*

Die 40-jährige Deutsche lebt seit zehn Jahren in der Schweiz und arbeitet als Direktorin bei einem grossen Schweizer Finanzunternehmen. Die Spitzenfrau ist kinderlos und hat eine Scheidung hinter sich. «Ich stieg als Jungakademikerin ein, war nach und nach erfolgreicher als mein Mann und hatte ein höheres Gehalt. Das hat er nicht verkraftet und liess sich auf eine Praktikantin ein.» Auch die Freundinnen von F., ebenfalls in Top-Positionen, sind Single und berichten von eingeschüchterten Männern. Die Kaderfrau hat sich mittlerweile arrangiert und wurde im Ausland fündig. «Hätte ich mich an Schweizer Männer gehalten, wäre ich sicher heute noch Single.»

*Name der Redaktion bekannt

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