15.09.2020 15:53

16. Etappe der TourKämnas starker Konter

Der Deutsche Lennard Kämna wird bei der Tour de France für seinen Mut belohnt – der Schweizer Reichenbach fährt auf Rang 3. Und die Fahrer können aufatmen: Alle Corona-Tests fielen am zweiten Ruhetag negativ aus.

von
Emil Bischofberger
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Der Deutsche Lennard Kämna freut sich über den grössten Tagessieg seiner Karriere. 

Der Deutsche Lennard Kämna freut sich über den grössten Tagessieg seiner Karriere.

Foto: Keystone
Der Schweizer Sébastien Reichenbach wird für seinen Mut nicht vollends belohnt, er kommt als Dritter ins Ziel.

Der Schweizer Sébastien Reichenbach wird für seinen Mut nicht vollends belohnt, er kommt als Dritter ins Ziel.

Foto: Freshfocus
Die Fahrer von Jumbo-Visma (in Gelb) haben auch auf der 16. Etappe alles im Griff.

Die Fahrer von Jumbo-Visma (in Gelb) haben auch auf der 16. Etappe alles im Griff.

Foto: Keystone

Es ist die Woche der unnachgiebigen Jugend. Marc Hirschi musste erst bittere Niederlagen verarbeiten, ehe er den Schlüssel zum Etappensieg fand. Bei Lennard Kämna ist es nicht anders. Auch er musste erst untendurch: Auf der schweren 13. Etappe im Massif Centrale schnappte ihm Dani Martinez im Bergsprint erst auf den letzten 50 Metern den Sieg noch weg.

Drei Renntage später, auf dem Weg nach Villard-de-Lans, lässt sich der 24-jährige Deutsche nicht mehr düpieren. In der grossen Spitzengruppe, die an diesem Tag vom Leaderteam Jumbo-Visma freie Fahrt erhält, gehört er zu den Stärksten, agiert aber auch klug. Am letzten Pass fahren die Ausreisser ein Ausscheidungsrennen, auch Sébastien Reichenbach gehört zum Trio, das um den Sieg fährt. Doch der Walliser muss bei den Tempoverschärfungen von Giro-Sieger Richard Carapaz kapitulieren. Kämna hält mit. Und als Carapaz glaubt, er könne auf der Passhöhe kurz durchatmen, hat er keine Antwort mehr auf Kämna Konter.

So kommt Kämna solo an. Für einmal ist es nicht Peter Sagan, der für den fast schon obligaten Tour-Etappensieg des deutschen Teams Bora-Hansgrohe verantwortlich ist. Als kleine Sieger dürfen sich aber alle 22 Teams fühlen: Jeder der 785 Covid-19-Tests vom zweiten Ruhetag kam negativ zurück – die Tour geht in Vollbesetzung in die Schlusswoche.

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1 Kommentar
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Sicher alle gepumpt

16.09.2020, 04:03

Ah ja ! Die Tour ist ja auch noch!!