Trotz Zusagen der Rebellen: Kämpfe in Kongo gehen weiter
Aktualisiert

Trotz Zusagen der RebellenKämpfe in Kongo gehen weiter

Kongolesische Regierungstruppen und Rebellen haben sich nach UN-Angaben im Osten des Landes trotz einer Verständigung auf eine Waffenruhe einige der heftigsten Kämpfe seit Wochen geliefert.

Das berichtete der Sprecher der UN-Friedenstruppen, Oberst Jean-Paul Dietrich, über Gefechte am Sonntagabend in der Stadt Riwindi, die rund 125 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Goma liegt. Zuvor hatte der kongolesische Rebellenführer Laurent Nkunda noch seine Unterstützung für die Friedensbemühungen der Vereinten Nationen bekundet. Nkunda sagte am Sonntag dem UN-Sondergesandten Olusegun Obasanjo, er wolle an der Waffenruhe festhalten und begrüsse die Vermittlung der internationalen Gemeinschaft. Allerdings müsse auch die kongolesische Regierung kooperieren.

Nkunda begründet seinen Aufstand gegen die Regierung damit, dass er mit seinen Kämpfern in der Region lebende Angehörige des Tutsi-Volks vor Übergriffen aus Ruanda geflohener Hutu-Milizen schützen will. Bei dem Völkermord in Ruanda brachten 1994 Hutus mehr als eine halbe Million Menschen um, die meisten Opfer waren Tutsi. (dapd)

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