Käse gegen Krankheiten
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Käse gegen Krankheiten

Bakterien im griechischen Feta-Käse produzieren Substanzen, mit denen Krankheitserreger bekämpft werden können. Forscher sehen darin eine natürliche Möglichkeit, Lebensmittel haltbarer zu machen.

Wissenschaftler der Universität Lincoln haben laut netzeitung.de herausgefunden, dass dank Feta Lebensmittelvergiftungen vermieden werden könnten.

Die Forscher hatten in roher Schafsmilch aus dem Norden Griechenlands bestimmte Milchsäurebakterien isoliert, die eine Art natürliches Antibiotikum produzieren. Dieser Wirkstoff tötet zum Beispiel Listerien ab. Das sind extrem widerstandsfähige Lebensmittelbakterien, die bei Kindern, älteren Menschen und Patienten mit schwachem Immunsystem zu Erkrankungen führen können.

Die von den Forschern isolierten Bakterienstämme gehören zu den so genannten Enterokokken – einer Unterart Milchsäurebakterien, die für den typischen Geschmack von Milchprodukten im Mittelmeerraum verantwortlich sind. Einige dieser Stämme produzierten bis zu drei verschiedene Substanzen gegen verschiedene Krankheitserreger. Mit diesen so genannten Bakteriocinen könnten sich Lebensmittel ohne künstliche Zusätze länger haltbar machen, hoffen die Wissenschaftler.

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