Aktualisiert 30.06.2009 09:05

RisikoKaiserschnitt-Babys sind anfälliger auf Krankheiten

Ein Kaiserschnitt verändert das Erbgut des Babys. Laut einer Studie könnte dies erklären, weshalb bei Kaiserschnitt-Kindern ein höheres Risiko für Krankheiten wie Asthma oder Diabetes entdeckt wurde.

Als Grund für die DNA-Veränderung vermuten die schwedischen Forscher um Mikael Norman vom Karolinska Institutet in Stockholm den unnatürlichen, plötzlichen Geburtsstress für das Baby. Die Wissenschafter stellten fest, dass sich das Erbgut der für die Körper­abwehr zuständigen weissen Blutkörperchen bei Kaiserschnittgeborenen von jener von normal auf die Welt gekommenen Menschen unterscheidet.

Vermutlich dürften durch den heftigen, «negativen» Stress bestimmte Gene aktiviert und andere deak­tiviert werden, sagte Norman gegenüber der Zeitung «Svenska Dagbladet». Bei einer vaginalen Geburt werde der Stress hingegen langsam aufgebaut. Dieser sei daher «gut und zweckgebunden». Anlass für die Studie war eine Diskussion über den seit den 70er-Jahren in Schweden von 5 Prozent auf zuletzt über 17 Prozent gestiegene Anteil von Kaiserschnitten an der Gesamtzahl der Geburten.

Bisher sei praktisch nur das Kurzzeitrisiko eines Kaiserschnitts für Mutter und Kind erforscht worden, sagte Norman. Die jetzige Studie liefere ein erstes Puzzleteil bei der Beantwortung der Frage, ob und wie Kaiserschnitte das Risiko für verschiedene Erkrankungen im Leben von Kindern beeinflussen.

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