Transfer-Theater: Kaká-Entscheidung am Montag

Aktualisiert

Transfer-TheaterKaká-Entscheidung am Montag

Die Würfel im Transfer-Theater um Milan-Superstar Kaká sind noch nicht gefallen. Chelsea buhlt weiterhin um die Gunst des Torjägers, doch dieser neigt nach wie vor zu Real Madrid. Milan-Boss Berlusconi hat jetzt ein Machtwort gesprochen.

von
Monika Brand

Mit Kakás Zukunft werde am Montag aufgeräumt, sagte Klubbesitzer Silvio Berlusconi im italienischen Fernsehen. Und wie sieht diese aus? «Es sind immer unsere Spieler, die entscheiden, wo sie spielen wollen», so Berlusconi. «Jetzt werden wir sehen.»

Gemäss dem englischen Boulevard-Blatt «The Sun» soll der neue Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti unterdessen einen verzweifelten Anruf in Richtung Mailand gestartet haben. «Geh nicht zu Real, komm zu uns», so die Botschaft des Ex-Milan-Coaches an seinen ehemaligen Schützling. Zudem soll der Verein sein Angebot von umgerechnet rund 110 Millionen Franken auf rund 128 Millionen Franken erhöht haben. Doch anderen englischen Medien zufolge soll an Chelseas Wahnsinnsangebot nichts dran sein. «Wir haben Milan nie ein Angebot für Kaká gemacht», zitiert das Onlineportal des TV-Senders «BBC» aus einem Statement des Vereins. «Demzufolge haben wir auch nie mit dem Spieler über seinen Lohn verhandelt. Alle Berichte, die etwas anderes behaupten, sind komplett falsch.»

Statt Kaká nun Ribéry?

Die «Blues» sollen unterdessen die Jagd auf zwei andere Topspieler eröffnet haben. Der «Guardian» berichtet, Chelsea habe Bayern-Star Franck Ribéry und EM-Torschützenkönig David Villa von Valencia ins Visier genommen. Ribéry wurde zuletzt zwar wie Kaká mit Real Madrid in Verbindung gebracht, doch da die «Königlichen» wohl den Zuschlag für den Brasilianer bekommen werden, ist dort laut der Tageszeitung für den Franzosen kein Platz mehr. Bahn frei also für Chelsea?

Aus Sicht der Bayern wohl nicht. «Wir verhandeln nicht», sagte Manager Uli Hoeness der deutschen «Abendzeitung» und fügte an: «Ribéry geben wir nicht her.» Auch der neue Bayern-Coach, Louis van Gaal, wolle unbedingt am französischen Mittelfeldspieler festhalten. Nur bei den Stürmern zeigt sich Hoeness nach dem Zuzug von Mario Gomez (20 Minuten Online berichtete) gesprächsbereit: «Vier Stürmer reichen im Prinzip. Aber wenn wir fünf Stürmer im Kader haben, dann eben fünf. Wir schicken niemanden weg. Wenn aber einer zu uns kommt von den Stürmern, die da sind, werden wir sprechen.»

Schlechte Karten also für die «Blues» im «Fall Ribéry». Und auch beim zweiten Wunschkandidaten, David Villa, sieht die Lage für die Engländer nicht all zu rosig aus: Laut dem «Guardian» hat auch Champions-League-Sieger Barcelona seine Finger nach dem Spanier ausgestreckt.

Auch ManCity sorgt für Wirbel

Nicht nur Chelsea, sondern auch Manchester City schlägt in England (einmal mehr) grosse Wellen: Der Verein des Schweizer Nati-Spielers Gelson Fernandes soll Medienberichten zufolge kurz davor sein, Samuel Eto'o von Barcelona und Carlos Tevez von Manchester United zu verpflichten. Doch wie so oft bei den «Citizens» werden diese Luftblasen wohl bald zerplatzen. Denn von den vielen Stars, die der Verein in den letzten Monaten bereits mit hohen Gagen geködert hat (Kaká, Torres, Messi, Fàbregas, Casillas, Terry usw.), hat bis heute nur der Brasilianer Robinho angebissen.

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