St.Gallen: Kalb ohne Futter und Wasser in Iglu gehalten
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St.GallenKalb ohne Futter und Wasser in Iglu gehalten

Zwei St.Galler Bauern müssen sich vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, ein Kalb draussen ohne Zugang zu Wasser und Futter gehalten zu haben.

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taw
In so einem Iglu wurde das Kalb ohne Zugang zu Wasser und Futter gehalten. (Symbolbild: Keystone/Sigi Tischler)

In so einem Iglu wurde das Kalb ohne Zugang zu Wasser und Futter gehalten. (Symbolbild: Keystone/Sigi Tischler)

Das Kreisgericht St.Gallen muss am 26. Juni über einen Fall von Übertretung und mehrfacher Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz befinden. Angeklagt sind ein St.Galler Bauer (68) und sein 41-jähriger Sohn. Ihnen wird laut Anklageschrift vorgeworfen, ein Kalb in einem sogenannten Iglu gehalten zu haben, ohne dass es Zugang zu Wasser oder Futter hatte. In der Regel bestehen Kälber-Iglus aus verstärktem weissen Glasfaser-Kunststoff und sind rund 2 Meter lang, 1 Meter breit und 1,5 Meter hoch.

Entdeckt wurde der Missstand bei einer Kontrolle des Veterinärdienstes des Kantons St.Gallen im vergangenen Herbst. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich Vater und Sohn gemeinsam um 25 Kühe und zwei Rinder gekümmert.

Kühe können nicht aufstehen

Bei derselben Kontrolle sollen die Mitarbeitenden des Veterinärdienstes zudem festgestellt haben, dass die Liegeboxen im Laufstall an mindestens vier Stellen für die Benutzung durch Kühe nicht geeignet seien. Normales Aufstehen und Stehen der Tiere soll je nach Position der Nackenrohre nicht oder nur schlecht möglich gewesen sein. Die Klauenpflege der Tiere sollen die Landwirte ebenfalls vernachlässigt haben.

Einsprache erhoben

Mittels Strafbefehl wurden die Bauern zu einer Zahlung von je 725 Franken aufgefordert. Gegen diesen Strafbefehl erhoben beide im Februar 2014 Einsprache, weshalb die Sachlage nun vor dem Kreisgericht St.Gallen verhandelt wird.

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