Wiesendangen ZH: Kalb wählte auf der Autobahn die Überholspur
Aktualisiert

Wiesendangen ZHKalb wählte auf der Autobahn die Überholspur

Mitten auf der Autobahn A7 rannte am Montag den Fahrzeuglenkern ein Stierkalb entgegen – das Tier war auf der Flucht vor dem Metzger.

von
Regina Ryser
Kurz nach der Verzweigung A1/A7 rannte das verängstigte Kalb auf der Autobahn.

Kurz nach der Verzweigung A1/A7 rannte das verängstigte Kalb auf der Autobahn.

Nicht schlecht staunte gestern Morgen Richard Hui – auf der Autobahn A7 bei Wiesendangen kam ihm ein Stierkalb entgegen: «Es rannte völlig hysterisch auf der Überholspur an mir vorbei und war total verschwitzt.» Vier Bauern aus Wiesendangen erfuhren von Leos Flucht und versuchten, das sieben Monate alte Tier einzufangen. Kein leichtes Unterfangen: «Wir drängten es in ein Dick­icht und versuchten, ihm das Halfter anzulegen. Erst nach mehreren Versuchen gelang es», erzählt ein Helfer. Er glaubt, dass Leo durch ein Loch bei den Wildzäunen auf die Autobahn geschlüpft war.

Mit Schürfungen an den Knien und geschwollenen Beinen konnte Leo seinen Besitzern zurückgegeben werden. «Wir sind froh, dass er wieder bei uns ist, und erleichtert, dass nichts passiert ist», sagt Landwirt Martin Wettstein. Aber warum ist Leo ausgebüxt? «Wir wollten ihn zum Metzger bringen.» Anscheinend hatte das Kalb den Braten gerochen und war deshalb geflüchtet. «Es rannte panisch davon. Wenn Kälber rennen, kann sie fast nichts aufhalten», so der Bauer. Vorerst konnte Leo dem Metzger entkommen. Gerettet ist er aber nicht: «Wir päppeln ihn jetzt zwei Wochen auf. Wenn es ihm wieder besser geht, bringen wir ihn zum Metzger.»

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