Im Schlaf - Kali (4) hatte Fieber, fünf Stunden später stirbt sie an Corona
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Im SchlafKali (4) hatte Fieber, fünf Stunden später stirbt sie an Corona

Nur Stunden nachdem Kali Cook (4) Fieber bekam, starb das Mädchen im Schlaf. Mit dem Virus angesteckt hatte sie vermutlich ihre Mutter, die am Montag positiv getestet wurde.

von
Angela Rosser
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Die vierjährige Kali Cook aus Texas starb im Schlaf, nachdem sie sich mit Covid-19 infiziert hatte.

Die vierjährige Kali Cook aus Texas starb im Schlaf, nachdem sie sich mit Covid-19 infiziert hatte.

Facebook/Jennifer Tucker
Sie und ihr Partner William Tucker wurden beide positiv auf das Virus getestet.

Sie und ihr Partner William Tucker wurden beide positiv auf das Virus getestet.

Facebook/Karra Harwood
Angesteckt hatte sie vermutlich ihre Mutter Karra Harwood.

Angesteckt hatte sie vermutlich ihre Mutter Karra Harwood.

Facebook/Karra Harwood

Darum gehts

  • In Galveston Texas ist ein vierjähriges Mädchen an Covid-19 gestorben.

  • Die Mutter geht davon aus, dass sie ihr Kind angesteckt hat.

  • Nachdem sie in der Nacht Fieber bekam, starb Kali im Schlaf.

  • Die Mutter bereut, sich nicht geimpft zu haben.

In Bacliff, im Bundesstaat Texas ist am Dienstag die vierjährige Kali Cook, gemäss der Gesundheitsbehörde in Galveston, an Covid-19 gestorben. Damit ist sie das erste Kind, das während der Pandemie in dem Bezirk an dem Virus gestorben ist, wie die «New York Post» schreibt. Ihre Mutter geht davon aus, dass sie es war, die ihre Tochter mit dem Virus angesteckt habe: «Ich wurde am Montag positiv getestet. Ich war isoliert und versuchte von meinen Kindern wegzubleiben. Ich wollte nicht, dass sie es auch bekommen.»

Gegen zwei Uhr am Dienstagmorgen bekam Kali Fieber – fünf Stunden später starb das Mädchen. «Sie starb im Schlaf», sagt ihre Mutter Karra. «Das ist eine schreckliche Sache, aber ich denke, die Leute müssen davon wissen», sagt Philip Keiser von der lokalen Gesundheitsbehörde. Die Infektion des Mädchens mit dem Virus wurde durch die Gerichtsmedizin festgestellt und bestätigt. Der Tod der Vierjährigen unterstreicht die Aussagen der Ärzte, dass sich Kinder zwar seltener mit Covid-19 anstecken, im Falle einer Erkrankung aber sehr schnell sehr krank werden können.

Wünschte, nie gegen Impfung gewesen zu sein

Karra Harwood, die Mutter von Kali, bereut mittlerweile, sich nicht gegen das Virus geimpft zu haben: «Ich war eine der Leute, die gegen die Impfung waren. Nun wünschte ich, ich wäre es nicht gewesen», sagt sie. Mittlerweile sind rund 50 Prozent der Gesamtbevölkerung des Bezirks Galveston vollständig geimpft. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben die Gesundheitsbeamten und -beamtinnen die Menschen gebeten, sich impfen zu lassen. Kinder unter zwölf Jahren – so wie Kali – können noch nicht geimpft werden. Fast 30 Prozent der Fälle von positiv getesteten Kindern unter zwölf Jahren ereigneten sich aufgrund der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante im August.

Keine gesundheitlichen Probleme

Kali besuchte den örtlichen Kindergarten und war zuletzt am 1. September in der Schule. Eine Ansteckung aus dem Schulbereich schliessen die Gesundheitsbeamten aus. Die Nachverfolgung von Kalis Kontakten ergab, dass keine anderen Kinder oder Erwachsenen aus dem schulischen Umfeld positiv auf das Virus getestet wurden, so «Galveston News».

Harwood sagte auch, ihre Tochter habe keine diagnostizierten Immunstörungen oder andere gesundheitlichen Probleme gehabt. «Sie war kein durchschnittliches Mädchen und spielte lieber mit Würmern und Fröschen, als Schleifen im Haar zu tragen», so Karra Harwood.

«Es ist wichtig, dass man, wenn Kinder krank werden, medizinische Hilfe sucht und nicht denkt, es werde schon wieder gut», so Keiser.

Covid-19 macht fünf Kinder zu Waisen

In Kalifornien starb ein Ehepaar nach einer Covid-19-Infektion – nur Wochen nach der Geburt ihres fünften Kindes. Die ganze Familie wurde nach einer Reise Anfang August positiv auf das Virus getestet. Die vier Kinder erholten sich relativ schnell, während sich die Symptome der Eltern hingegen verschlechterten. Sie mussten im Spital auf der Intensivstation behandelt werden. Davy Macias (37) – in der 32. Woche schwanger – war optimistisch, was ihre Genesung betraf. So wollten sie ihrer Tochter erst einen Namen geben, wenn sich beide von der Krankheit erholt hätten. Eine Woche nach der Geburt ihrer Tochter starb die 37-Jährige. Zwei Wochen darauf starb auch ihr Mann Daniel (39). Für die fünf Kinder im Alter von sieben, fünf, drei und zwei Jahren sowie drei Wochen, sorgen jetzt die Grosseltern.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Kind verloren?

Hier findest du Hilfe:

Fachstelle Kindsverlust, Beratung während Schwangerschaft, Geburt und erster Lebenszeit

Himmelskind.ch, für Akuthilfe und Trauerbegleitung

SIDS, nach plötzlichem Kindstod

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Mein-Sternenkind.ch, für betroffene Väter, Familien, Angehörige

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Appella, Telefon- und Onlineberatung bei früher Fehlgeburt

Pro Pallium, Trauergespräche und Trauertreffen

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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