Kalifornien krebst beim Umweltschutz zurück

Aktualisiert

Kalifornien krebst beim Umweltschutz zurück

Eine kalifornische Behörde hat die bislang für den US-Staat geforderte Verkaufsmenge umweltfreundlicher Autos um 70 Prozent gesenkt.

Zwölf weitere Staaten, die Kaliforniens strenge Umweltauflagen übernommen hatten, könnten dem Beschluss nun folgen. Umweltschützer sprachen am Donnerstag von einem herben Rückschlag für ihre Bemühungen. Die kalifornische Umweltbehörde senkte die in einer Vorschrift aus dem Jahr 2003 geforderte Verkaufsmenge völlig abgasfreier Autos von 25 000 auf 7500 Stück.

Statt emissionsfreie Autos zu erzwingen, die noch nicht marktreif seien, sollten bis zum Jahr 2014 mindestens 60 000 Wagen mit Hybridantrieb verkauft werden, erklärte die Behörde am Donnerstag in Sacramento. Diese Autos nutzen einen Mischantrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor.

Kalifornien, der bevölkerungsreichste US-Staat, spielt innerhalb der USA beim Umweltschutz immer wieder eine Vorreiterrolle. Der Staat verpflichtete sich, den landesweiten Schadstoffausstoss bis 2020 auf das Niveau von 1990 zu reduzieren. Alternative Energien werden massiv subventioniert, schon 2010 sollen sie ein Fünftel des Energie-Mixes ausmachen. (dapd)

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