Kalifornien: Pornos laufen wieder
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Kalifornien: Pornos laufen wieder

Die kalifornische Pornoindustrie hat ihre Arbeit wieder aufgenommen, nachdem Anfang April HIV-Infektionen bei Darstellern bekannt geworden waren und die Produktionsfirmen daraufhin ein einmonatiges Drehverbot verhängt hatten.

Der Grossteil der Darsteller könne aufgrund der Ergebnisse der vorgenommenen Aids-Tests «ohne Gefahr» die Arbeit wieder aufnehmen, teilte der Gesundheitsverband für die Sexindustrie (AIM) am Mittwoch (Ortszeit) auf seiner Internetseite mit. Die Tests hätten insgesamt bei vier Menschen eine HIV-Infektion ergeben.

Einige weitere Schauspieler sollten noch unter Beobachtung bleiben, weil sie indirekt Kontakt mit einem Darsteller gehabt hätten, der sich vermutlich bei Dreharbeiten in Brasilien infizierte.

Mehrere Studios hatten im April beschlossen, ihre Tore bis Juni zu schliessen. Die US-Regierung hatte nach Bekanntwerden der Fälle verkündet, sie prüfe eine Kondompflicht für Pornodarsteller. Nach Angaben von AIM verwenden nur 17 Prozent der Darsteller in Sexfilmen Präservative.

Die in den USA milliardenschwere Branche fürchtet im Falle einer Kondompflicht schwere Einbussen. Die Porno-Industrie im San- Fernando-Tal im Norden von Los Angeles setzt jährlich bis zu 13 Mrd. um. Die Firmen produzieren jährlich 4000 Filme und beschäftigen 6000 Menschen.

(sda)

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