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HomophobieKalifornische Richter dürfen nicht mehr in Pfadi

Der Pfadfinderverband Boy Scout soll Homosexuelle diskriminieren. Um das Vertrauen in die Justiz zu stärken, müssen aktive Richter aus dem Verein austreten.

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Richter dürfen nach einem Urteil nicht mehr bei den Boy Scouts mittun.

Richter dürfen nach einem Urteil nicht mehr bei den Boy Scouts mittun.

Keystone/AP/Tony Gutierrez
Den Pfadfindern wird Homophobie vorgeworfen.

Den Pfadfindern wird Homophobie vorgeworfen.

Keystone/AP/lm Otero
Richter haben bis 2016 Zeit, aus dem Verband auszutreten.

Richter haben bis 2016 Zeit, aus dem Verband auszutreten.

Keystone/AP/Tony Gutierrez

Staatliche Richter dürfen nach einem Urteil des höchsten kalifornischen Gerichts demnächst nicht mehr Mitglied im US-Pfadfinderverband Boy Scouts of America sein. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass die Organisation Homosexuelle diskriminiere. Mit dem Urteil sei man einer entsprechenden Empfehlung seines Ethik-Komitees gefolgt. Die Richter haben bis zum 21. Januar 2016 Zeit, dem Urteil nachzukommen.

Bereits 1996 hatte das Oberste Gericht Richtern die Mitgliedschaft in Organisationen verboten, die Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren. Für nicht auf Gewinn ausgerichtete Jugendorganisationen galt allerdings eine Ausnahme. Die Ethik-Kommission hatte im Februar empfohlen, die Ausnahmeregelung aufzuheben, um das öffentliche Vertrauen in die Justiz zu verbessern.

Die Boy Scouts erlauben offen Homosexuellen zwar eine Mitgliedschaft. Allerdings können sie keine Führungspositionen einnehmen.

(sda)

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