Aktualisiert

Kalifornische Waldbrände überraschen den WWF nicht

Laut einer Medienmitteilung des WWF ist das Auftreten von Bränden in den Wäldern Kaliforniens ist eigentlich nichts Ungewöhnliches.

Die Intensität der aktuellen Feuer ist nach Ansicht des WWF allerdings besorgniserregend und sie ist in den vergangenen hundert Jahren dramatisch gestiegen. Um die Wälder dauerhaft vor Brandkatastrophen zu schützen, muss ihr natürlicher Zustand wieder hergestellt werden, fordert der WWF. Doch das brauche viel Zeit. "Wer Wälder vor solchen verheerenden Bränden bewahren will, muss in langen Zeiträumen denken: Es hat etwa ein Jahrhundert gedauert, um die Wälder in ihren aktuellen desolaten Zustand zu versetzen - wir können die Uhr jetzt nicht einfach zurückdrehen, sondern müssen Jahrzehnte veranschlagen, wenn wir wieder einigermassen natürliche Wälder haben wollen", stellt WWF-Waldexperte Damian Oettli klar.

So sind viele Wälder nach Ansicht des WWF zum Beispiel durch jahrelangen industriellen Holzeinschlag geschwächt. Wo Bäume massiv eingeschlagen werden, bleiben leicht entflammbare Flächen übrig. Die wenigen verbleibenden Bäume sind verstärkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, trocknen so schneller aus und sind damit ebenso wie nachwachsende Sträucher ein gefundenes Fressen für die Flammen.

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