Über 200 m: Kambundji läuft erneut Schweizer Rekord

Aktualisiert

Über 200 mKambundji läuft erneut Schweizer Rekord

Der Höhenflug von Mujinga Kambundji an der Heim-EM hält an. Die Bernerin wird in Schweizer Rekordzeit von 22,83 Sekunden Fünfte über 200 m.

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Die schnellste Schweizerin der Geschichte verbesserte im Letzigrund den 26 Jahre alten Rekord von Regula Anliker-Aebi um fünf Hundertstelsekunden, und dies bei einem Gegenwind von 0,5 m/s. Im Halbfinal am Donnerstag war Kambundji erstmals unter 23 Sekunden geblieben, nun gelang ihr bei nass-kalten Bedingungen noch einmal eine Steigerung. Bereits über 100 m war die 22-jährige Bernerin, die drei Tage pro Woche in Mannheim trainiert, zweimal einen nationalen Rekord gelaufen.

Mit einem breiten Grinsen erschien Kambundji nach ihrem Coup vor den Journalisten. «Ich kann es nicht glauben, es läuft einfach», sagte die Bernerin und vergass dabei nicht, den zahlreichen Fans, die am Freitagabend für eine grandiose Kulisse im Letzigrund sorgten, zu danken. «Mit dieser Stimmung macht es einfach Spass. Die Unterstützung ist einfach wunderbar.»

Kraft für Schluss-Spurt gespart

Sie sei enorm nervös gewesen vor dem Rennen, gerade weil so viele Zuschauer gekommen waren. Kaum fiel der Startschuss, hatte sie aber nur noch Augen für etwas, beziehungsweise eine: «Ich sah nur Schippers vor mir und sah, dass ich mit ihr mithalten konnte.» Dennoch habe sie versucht, nicht alle Energie in den Kurvenlauf zu stecken und so reichte es für einen Schluss-Spurt. «Ich konnte definitiv besser durchziehen als im Halbfinal.»

Im Einzelwettbewerb hat Kambundji die Medaillen knapp verpasst. Doch eine Chance hat die schnelle Bernerin noch: Mit der 4x100-m-Staffel. «Die anderen sind bereit und schnell. Ich auch. Vor allem mit der Unterstützung dieses Publikums. Wenn die Wechsel klappen, dann sind wir schnell. Davon bin ich überzeugt.»

Schippers auch über 200 m unschlagbar

Gold ging wie bereits über 100 m an die Holländerin Dafne Schippers, die sich damit zur Sprintkönigin von Zürich krönte. Die 22-Jährige gewann in 22,03 Sekunden überlegen und stellte eine Jahresweltbestzeit auf. Silber ging an die Britin Jodie Williams (22,46), Bronze holte Myriam Soumaré (Fr), die bereits über 100 m eine Medaille gewonnen hatte. Kambundji ist die einzige Athletin neben Schippers und Soumaré, die sich über beide Sprintstrecken für den Final qualifizieren konnte.

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(als/si)

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