Grosse Ehre für ein Duo - Kambundji und Heinzer tragen gemeinsam die Schweizer Fahne
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Grosse Ehre für ein DuoKambundji und Heinzer tragen gemeinsam die Schweizer Fahne

Die Schweizer Delegation an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele anzuführen, wird erstmals einer Athletin und einem Athleten gleichzeitig zuteil.

von
Adrian Hunziker
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Sprinterin Mujinga Kambundji wird die Schweizer Fahnenträgerin an den Olympischen Spielen in Tokio …

Sprinterin Mujinga Kambundji wird die Schweizer Fahnenträgerin an den Olympischen Spielen in Tokio …

REUTERS
… gemeinsam mit Fechter Max Heinzer. 

… gemeinsam mit Fechter Max Heinzer.

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2016 in Rio de Janeiro schwenkte Kunstturnerin Giulia Steingruber die Schweizer Fahne an der Eröffnungsfeier. 

2016 in Rio de Janeiro schwenkte Kunstturnerin Giulia Steingruber die Schweizer Fahne an der Eröffnungsfeier.

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Darum gehts

  • Die Olympischen Spiele beginnen am Freitag.

  • Um 13 Uhr findet die Eröffnungsfeier statt.

  • Eine Athletin oder ein Athlet hat dort die Ehre, die Schweizer Fahne zu tragen.

  • 2021 wird diese Ehre Mujinga Kambundji und Max Heinzer gleichzeitig zuteil.

Kunstturnerin Giulia Steingruber (2016), Tennis-Ass Stan Wawrinka (2012) und zweimal Tennis-Legende Roger Federer (2008 und 2004) waren die letzten Schweizer Fahnenträger für die Eröffnungsfeier an den Olympischen Spielen. Federer und Wawrinka fehlen in Tokio, Steingruber ist vor Ort.

Schweizer Fahnenträger für die morgige Eröffnungsfeier (ab 13 Uhr Schweizer Zeit) ist aber ein Duo: Die Sprinterin Mujinga Kambundji und der Fechter Max Heinzer. Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic, hat die Leichtathletin und den Fechter zur Fahnenträgerin und zum Fahnenträger erkoren. Er nutzt damit die Möglichkeit, wonach im Sinn der Geschlechtergleichheit erstmals in der langen Geschichte der Olympischen Spiele zwei Personen die jeweilige Landesfahne ins Stadion tragen dürfen. «Dieses starke Zeichen unterstreicht die Bemühungen des IOC betreffend Geschlechtergerechtigkeit», sagt Stöckli.

Wegen den Corona-Restriktionen werden nur gerade mal 20 Athletinnen und Athleten an der Eröffnungszeiten teilnehmen, wie Stöckli bestätigte.

Die Wahl von Kambundji und Heinzer erklärt der Schweizer Delegationsleiter damit, dass sie den Anspruch auf Spitzenleistungen vorlebten und bereits mehrfach bewiesen hätten, dass sie zur internationalen Spitze in ihrer Sportart gehören. «Die Leichtathletik in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren unglaublich positiv entwickelt. Mujinga ist das Gesicht dieser neuen Generation, die in Tokio mit 30 Athletinnen und Athleten vertreten ist. Sie ist eine Sympathieträgerin mit grosser Ausstrahlung, die es geschafft hat, sich in einer Weltsportart an der Spitze zu etablieren.»

So reagieren die Auserwählten

Sprinterin Kambundji, die am Donnerstagmittag in Tokio angekommen ist, sagt: «Es ist eine riesige Ehre für mich, dass ich als Fahnenträgerin des Schweizer Teams ausgewählt worden bin. Ich habe sofort zugesagt und habe extra meine Reiseplanung angepasst. Die Eröffnungsfeier ist ein Höhepunkt der Olympischen Spiele, und ich freue mich sehr, an der Seite von Max Heinzer mit der Schweizerfahne ins Olympiastadion von Tokio einzulaufen. Ich bin überzeugt, diese Eindrücke und Emotionen sind eine grosse Motivation für meine bevorstehenden Wettkämpfe.»

Heinzer fügt an: «Ich war von der Anfrage von Swiss Olympic positiv überrascht, denn ich bin mir bewusst, dass ich im Vergleich zu anderen Fahnenträgern in der Vergangenheit noch keine Olympiamedaille gewonnen habe. Doch mit meinen 17 Weltcupsiegen und 17 WM- und EM-Medaillen – vier davon in Gold – verfüge ich doch über einen langjährigen Leistungsausweis. Daher habe ich mich sehr gefreut und habe diese ehrenvolle Aufgabe neben Mujinga Kambundji sehr gerne angenommen.»

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