Bussenflut im Kreis 4: Kamera ertappt Hunderte Fahrverbot-Sünder

Aktualisiert

Bussenflut im Kreis 4Kamera ertappt Hunderte Fahrverbot-Sünder

Um das Nachtfahrverbot im Langstrassenquartier durchzusetzen, hat die Stadt Zürich vor einer Woche Kameras installiert – und in nur einer Nacht 25'000 Franken Bussgeld kassiert.

von
ced
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So sieht das Gerät aus, das seit Donnerstag, 22. Juni 2017 die Zufahrten ins Nachtfahrverbotsgebiet westlich der Zürcher Langstrasse kontrolliert.

So sieht das Gerät aus, das seit Donnerstag, 22. Juni 2017 die Zufahrten ins Nachtfahrverbotsgebiet westlich der Zürcher Langstrasse kontrolliert.

Die automatische Zufahrtskontrolle ist nicht zuletzt wegen der Anwohner eingeführt worden. Sie hatten dafür gekämpft – beispielsweise mit dieser Demo am 9. April 2016.

Die automatische Zufahrtskontrolle ist nicht zuletzt wegen der Anwohner eingeführt worden. Sie hatten dafür gekämpft – beispielsweise mit dieser Demo am 9. April 2016.

rom
Bis Sommer 2015 sorgte hier eine Barriere nachts für Ordnung. Doch aus Kostengründen – das Bedienen und der Unterhalt kosten Geld – hatte die Stadt diese abgeschafft.

Bis Sommer 2015 sorgte hier eine Barriere nachts für Ordnung. Doch aus Kostengründen – das Bedienen und der Unterhalt kosten Geld – hatte die Stadt diese abgeschafft.

rom

Die automatische Zufahrtskontrolle, die das Nachtfahrverbot im Langstrassenquartier durchsetzen soll, hat in der ersten Woche schon Hunderte fehlbare Autofahrer erwischt.

«In der Spitzennacht von Samstag auf Sonntag hat die Stadtpolizei rund 250 Autofahrer gebüsst», sagt Heiko Ciceri von der Dienstabteilung Verkehr gegenüber Energy Zürich. In der darauffolgenden Nacht von Sonntag auf Montag waren es weitere 80.

25'000 Franken in einer Nacht

Seit Donnerstag, 22. Juni 2017 erfasst eine Kamera zwischen 22 und 3 Uhr die Nummernschilder aller Fahrzeuge, die in die Nachtfahrverbotszone westlich der Langstrasse fahren. Fahrzeuge ohne Bewilligung werden mit 100 Franken gebüsst – in der Nacht auf Sonntag hat die Stadtpolizei also 25'000 Franken eingenommen. Insgesamt waren es 33'000 Franken.

Die Versuchsphase mit der automatischen Zufahrtskontrolle dauert noch bis Ende Oktober. Die Kameraüberwachung ist ein möglicher Ersatz für die Barrieren, die aus Spargründen abgebaut wurden. Gespannt ist die Stadt Zürich auf die weitere Entwicklung im Langstrassenquartier: «Wir gehen davon aus, dass sich die Kontrollen und Bussen herumsprechen. Daher erwarten wir, dass die Zahl der gebüssten Fahrzeughalter rückläufig sein wird», sagt Heiko Ciceri.

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