Kamerun von eigenen Fans behindert
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Kamerun von eigenen Fans behindert

Mit der Partie Kamerun gegen Ägypten steigt am Afrika Cup der zweite Knüller des Turniers. Die «unzähmbaren Löwen» haben mit dem Rekordmeister noch eine Rechnung offen. Doch die Vorbereitung wurde von eigenen euphorischen Fans gestört.

Kameruns Vorbereitung. (Quelle: AP)

Kamerun verpasste überraschend die WM 2006 in Deutschland. Grund dafür war ein 1:1 im letzten Qualifikationsspiel in Yaoundé gegen Ägypten. Dabei leisteten sich die Kameruner den Luxus, kurz vor Schluss einen Elfmeter nur an den Pfosten zu setzen. Kamerun schied aus, Ägypten ebenfalls und die Elfenbeinküste reiste nach Deutschland. Kamerun will sich an den «Pharaonen» im Startspiel der Gruppe C rächen. Doch schon die das Training am Montagabend verlief für Otto Pfisters Team nicht nach Plan. Euphorische Fans sorgten im Stadion für so laute Stimmung, dass auf dem Feld eine normale Besprechung nicht mehr möglich war - Pfister brach das Training vorzeitig ab. Trotzdem fordert das Land von Samuel Eto'o und Kollegen mindestens das Erreichen des Finals.

Ägypten wird derweil - obwohl Titelverteidiger - nicht als Topfavorit des Turniers gehandelt. Trainer Hasan Shehata muss in Ghana auf Superstar Mido verzichten, trotzdem hat der «Maestro des Nils» eine geballte Ladung Offensivkraft zu bieten. Wenn das Spiel nicht der Taktik zum Opfer fällt, können die Fans in Kumasi ein Spektakel erwarten.

Duell der Underdogs

Am Abend treffen dann Sambia und der Sudan aufeinander. Beide Mannschaften sind in der Gruppe C klar schwächer als Kamerun oder Ägypten einzustufen. Die besten Zeiten liegen für die zwei Teams schon etwas zurück. Sambia musste im letzten Jahr zudem diverse Rückschläge verkraften: Coach Ben Bamfuchile starb vor einem Monat, und im letzten August erlag Spieler Chaswe Nsofa einem Herzinfarkt beim Training.

Afrika Cup, 1. Spieltag

Kamerun - Ägypten 18 Uhr

Sudan - Sambia 20.30 Uhr

(fox)

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