Aktualisiert 28.08.2012 15:53

Ungeziefer muss weg

Kammerjäger im Stress wegen «Souvenirs»

Ob Bettwanzen oder Kakerlaken: Aus den Ferien bringen viele Basler Insekten mit. Dies freut die Schädlingsbekämpfer.

von
Anna Luethi
Kammerjäger haben es nach den Sommerferien oft mit lästigen Bettwanzen zu tun.

Kammerjäger haben es nach den Sommerferien oft mit lästigen Bettwanzen zu tun.

Es kreucht und fleucht in Basler Wohnungen – Ausgangspunkt der meisten Insektenplagen ist der Reisekoffer. «Wir haben es vor allem mit Bettwanzen zu tun, die aus Hotels, Jugendherbergen oder Ferienwohnungen mitgebracht wurden», sagt Marcel Lehmann von den Kammerjägern Gebr. Lehmann. Täglich vier- bis fünfmal rückt die Tecknauer Firma in der Region aus.

Pascal Frei von der schweizweit tätigen Insekta Schädlingstechnik spürt das Ende der Schulferien jedes Jahr: «Wir haben im August eine Umsatz­steigerung von 25 bis sogar 50 Prozent», sagt er. Besonders Bettwanzen aus südlichen Gefilden von Spanien bis Ägypten machen den Leuten zu schaffen. Aber auch die Schweizer Hoteliers hätten nach der ausgebuchten Hauptsaison oft mit Viecher zu kämpfen. Von Selbstbekämpfung mit Insektensprays rät er ab, weil sich sonst schnell Resistenzen ­entwickeln können.

Ein Insektenspezialist aus der Region, der aus Sorge um seine Kunden nicht genannt werden will, kennt auch andere Fälle: «Die meisten Schädlinge werden von Auslandschweizern in Lebensmitteln aus der Heimat eingeführt.»

Diesen Boom spüre er jedes Jahr mehr. «Letzte Woche etwa war ich bei einer Kongolesin, der ein Sack mit Esswaren vor Maden förmlich explodierte», sagt der Schädlingsbekämpfer.

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