New York: Kampagne gegen Baggy Pants
Aktualisiert

New YorkKampagne gegen Baggy Pants

Ein New Yorker Senator sagt den Baggy Pants den Kampf an. Er ist überzeugt, dass die tiefsitzenden Hosen dem Image der Afroamerikaner schaden.

von
Deborah Rast
Die Kampagne: «Zieh deine Hose rauf, verbessere dein Image».

Die Kampagne: «Zieh deine Hose rauf, verbessere dein Image».

«Raise your pants, raise your image», zu Deutsch: «Zieh deine Hosen rauf, verbesser dein Image», ist auf den sechs Meter hohen Plakaten im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu lesen. Diese sind Teil eines Kreuzzuges von Senator Eric Adams gegen Baggy Pants, der vor einigen Tagen begonnen hat. Für Adams sind die extrem tiefsitzenden, weitgeschnittenen Hosen weit mehr als nur ein Modetrend. Er ist überzeugt, dass das Kleidungsstück dem Image der Afroamerikaner ex­trem schadet, da diese ursprünglich nur in Gefängnissen getragen wurden.

Adams: «Das Schlimmste ist, dass wir uns freiwillig für dieses entwürdigende Kleidungsstück entschieden haben.» Deshalb fordert er junge Männer auf, die Hosen künftig hochzuziehen, denn: «Wir sind besser als das!» Seine Anti-Baggy-Kampagne lässt sich der Senator einiges kosten. Für die sechs Plakate in seinem Stadtteil zahlte er bereits 2000 Dollar. Sein nächstes Ziel: Er will das ungeliebte Kleidungsstück an sämtlichen New Yorker Schulen verbieten lassen.

Die New Yorker sind sich ob der Kampagne uneinig, wie das Feedback auf diversen News­portalen zeigt. Männer wollen nicht auf das bequeme Kleidungsstück verzichten. Frauen hingegen möchten es so schnell wie möglich verbieten. «Niemand will Unterhosen sehen, man sollte Baggy-Trägern gleich eine Busse verpassen», schreibt eine Userin.

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