Basel: Kampagne gegen Tabuthema Depression
Aktualisiert

BaselKampagne gegen Tabuthema Depression

Obwohl jeder Zweite früher oder später davon betroffen ist, werden Depressionen nach wie vor tabuisiert. Eine Basler Kampagne will dies nun ändern.

von
Jeanne Dutoit
Die Broschüre zum Thema.

Die Broschüre zum Thema.

Zu Beginn der kalten und düsteren Jahreszeit startet das Gesundheitsdepartement eine breit angelegte Kampagne rund um das Problem depressive Erkrankungen. Plakate, Veranstaltungsreihen und Broschüren sollen die Schweizer Bevölkerung über das sensible Thema informieren und Wege aus der Depression aufzeigen. «Viele Betroffene schämen sich, über ihre Krankheit zu sprechen oder diese behandeln zu lassen», so Thomas Steffen, Leiter der Gesundheitsförderung und Prävention, «obwohl man eine Depression besser behandeln kann, wenn man sie im frühen Stadium erkennt.» Eine vergleichbare Aktion sei bereits in Nürnberg durchgeführt worden, worauf die Suizidrate in den darauffolgenden Jahren um stattliche 25 Prozent zurückgegangen sei.

Der Zeitpunkt des Kampagnenstarts sei optimal, findet Christine Heim, Präsidentin des Vereins und der Selbsthilfegruppe Equilibrium. «Wir arbeiten immer wieder mit Menschen zusammen, die an einer saisonalen Depression erkrankt sind», so Heim. Meist sei Lichtmangel ein Auslöser für die saisonbedingte Krankheit. «Die Aufklärungsarbeit, die Basel mit dem Programm leistet, ist super», freut sich Heim.

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