Aktualisiert

Kampagne gegen Vandalismus: 1800 Schüler machen mit

Hart durchgreifen und stärker vorbeugen: Diese Strategie soll den zunehmenden Vandalismus im ÖV stoppen. In Oensingen und Olten nehmen 1800 Schüler an einer grossen Kampagne teil.

«Anzeigen bringen nichts, wenn sie jedesmal, wenn man Vandalen erwischt, wieder zurückgezogen werden», sagt Christof Studer von der Jugendpolizei Kanton Solothurn: Die Schüler sollen die rechtlichen Grenzen kennen und die vollen Konsequenzen tragen, wenn sie gegen Anstandsregeln im öffentlichen Verkehr verstossen. Deshalb haben sich regionale Busbetriebe, die SBB und die Polizei für eine Kampagne zusammengetan, die noch bis am 7. September läuft. Volle Unterstützung bekommen sie von Kreisschulleiter Hanspeter Aebischer: «Es ist vorbei mit der Wohlfühlpädagogik – wir müssen durchgreifen, damit wir glaubwürdig bleiben.»

Den Anstoss gaben die zunehmenden Vandalenakte in Schulbussen: Sitze wurden angezündet, Polster zerschnitten sowie Plakate heruntergerissen, zerknüllt und auf den Fahrer geworfen.

Insgesamt 1800 Oberstufenschüler besuchen jetzt den Schulzug der SBB. Vier Waggons wurden speziell eingerichtet, um Jugendlichen realitätsnahe Beispiele zum fairen Verhalten vor Augen zu führen (20 Minuten berichtete). Neben Vandalismus werden auch Themen wie Schwarzfahren und Unfallverhütung veranschaulicht.

Patrick Marbach

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.