OBERKIRCH LU: Kampf gegen die eigenen Grenzen
Aktualisiert

OBERKIRCH LUKampf gegen die eigenen Grenzen

Corinne Oehen will Miss Handicap werden. Gegenüber 20 Minuten verrät sie, warum ihr der Titel wichtig ist und wie sie mit ihrer Krankheit umgeht.

von
Rahel Schnüriger

Mit 16 Jahren erhielt Corinne Oehen die Diagnose Friedreich Ataxie. Der Arzt sprach von einer Lebenserwartung von 38 Jahren. «Im pubertären Alter, in den Ausgang, Schminken und Sexualität so wichtig waren, konnte ich die Diagnose zuerst nicht akzeptieren», erzählt die heute 25-Jährige.

Schliesslich konnte sie sich damals auch noch völlig frei bewegen. Heute kann sie wegen der Nervenkrankheit nur noch wenige Schritte weit gehen.

Ein schwerer Weg liegt hinter der hübschen Brünetten. Inzwischen hat sie sich aber mit ihrer Krankheit abgefunden. Sie arbeitet im Büro und ist kürzlich in die erste ­eigene Wohnung gezogen. Wie viele Gleichaltrige reiste sie dieses Jahr drei Monate durch Australien. Dort konnte sie sogar schnorcheln: «Man hat mich einfach mit einer Schwimmweste ins Wasser gesetzt.» Die junge Frau ist überzeugt: «Auch mit einer Behinderung ist alles ist möglich.»

Dass man sich selbst keine Grenzen setzen soll, will Corinne Oehen am Wahltag vom 20. November anderen Menschen mit Behinderung zeigen. Allen voran ihrem 19-jährigen Bruder, der mit derselben Krankheit zu kämpfen hat.

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