EVZ-Initiative: Kampf gegen hohe Polizeikosten
Aktualisiert

EVZ-InitiativeKampf gegen hohe Polizeikosten

Veranstaltungen in Zug werden durch das neue Polizeigesetz mit massiv höheren Kosten belastet. Jetzt wehren sich Betroffene dagegen.

von
Sarah Rivoli
Der EVZ will «faire Polizeikosten für Zuger Veranstaltungen». (KEY)

Der EVZ will «faire Polizeikosten für Zuger Veranstaltungen». (KEY)

Bis zu 300 000 Franken pro Saison muss der EVZ wegen des auf Anfang Jahr geänderten Polizeigesetzes zusätzlich für die Sicherheit ausserhalb des Stadions bezahlen. «Das lassen wir uns nicht gefallen», sagt EVZ-Verwaltungsrat Adrian Risi. Zusammen mit neun weiteren Zuger Sport- und Kulturvereinen hat der EVZ deshalb das Initiativkomitee «Faire Polizeikosten für Zuger Veranstaltungen» gegründet. Mit einer neu lancierten Initiative will das Komitee erreichen, dass eine polizeiliche Grundversorgung von 24 Einsatzkräften unentgeltlich gewährleistet wird.

«Die Kosten für diese 24 Polizisten sind bereits durch die Steuereinnahmen gedeckt», begründet Risi. Zudem sei das Gesetz widerrechtlich: Ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2009 besage, dass eine Abwälzung der Polizeikosten auf die Vereine nicht erlaubt sei.

Besonders kleineren Vereinen droht gemäss EVZ-Geschäftsführer Roland Wyss bei einer Durchsetzung des Gesetzes das Aus: «Noch erhalten viele kleine Vereine finanzielle Unterstützung von Gemeinden. Sollte diese wegfallen, könnten sie die hohen Kosten nicht mehr tragen», so Wyss. EVZ-Fans müssten mit höheren Ticketpreisen rechnen. Bereits am kommenden Spiel werden Unterschriften gesammelt. Damit die Initiative zustande kommt, braucht es 2000 Unterschriften.

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