Unterschriften-Flut: Kampf gegen Sparpaket: Schüler machen mobil
Aktualisiert

Unterschriften-FlutKampf gegen Sparpaket: Schüler machen mobil

Drohende Schulschliessungen treiben Berner Kids auf die Strasse – und bescheren dem Rat eine regelrechte Papier-Flut.

von
Patricia Shams

Die Jungen gehen auf die Barrikaden: Ob mit einer Fotowand vor dem Rathaus, mit farbigen Luftballons oder einer Unterrichtsstunde auf dem Bärenplatz – so engagiert und emotional setzten sich die Jungen noch selten für ihre Bildung ein. Und sie sammelten vor der grossen Spardebatte des Grossen Rats fleissig Unterschriften – alleine für das Fortbestehen des Thuner Gymers Seefeld kamen fast 7000 zusammen. «38 Petitionen sind zur Session eingegangen, es gab noch nie so viele», sagt Ratssekretär Patrick Trees. Die Petitionen lagert er in seinem Büro zwischen.

Dank Facebook und Co.

Den Grund für die Unterschriftenflut vermutet Trees unter anderem bei Facebook und Co.: «Dadurch kann man sich heute besonders gut mobilisieren.» Dies beweisen auch andere Lehrlinge: Für das Bildungszentrum Pflege in Thun kamen 3000 Unterschriften zusammen, für die Gartenbauschule Oeschberg zückten 20 000 Unterstützer den Stift.

Der Berner Politik-Berater Mark Balsiger macht das grosse Engagement daran fest, dass sich viele Schüler mit ihrer Schule identifizieren und deshalb dafür kämpfen – sie brennen für ihre Sache. Das Feuer dürfte aber nur kurz lodern: «Die junge Generation wird dann aktiv, wenn sie persönlich betroffen ist.»

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