Kampf um 83 Delfin-Leben
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Kampf um 83 Delfin-Leben

An der Nordostküste Mexikos sind 83 verirrte Delfine gestrandet. In einem Wettlauf mit der Zeit versuchten Umweltschützer am Montag die Tiere zu retten und wieder im Pazifik auszusetzen.

Nach Angaben der mexikanischen Umweltschutzbehörde (Profepa) ist unklar, weshalb die Tiere an dem Küstenstreifen zwischen Caborca und Puerto Peñasco strandeten. Die Rettung der Delfine sei sehr schwierig, weil jeder der Meeressäuger etwa einhundert Kilogramm wiege und rund zwei Meter lang sei.

Soldaten, Fischer und Studenten unterstützten die Umweltschützer. Greenpeace warf der mexikanischen Regierung unterdessen vor, ein Gesetz zum Schutz von Walen und Definen auf Eis gelegt zu haben.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung kritisierte Greenpeace, die Fischfangkommission des Landwirtschaftsministeriums habe das vor einem Monat angekündigte Gesetzesprojekt, das Meeressäuger vor dem qualvollen Tod als Beifang in Fangnetzen bewahren sollte, aufgeschoben.

Die bis zu zwei Kilometer langen Netze seien die grösste Gefahr für die Säugetiere; mehr als die Hälfte der so gefangenen Delfine und Kleinwale verendeten in den Grossnetzen. Das Gesetzesvorhaben sollte vor allem Grau- und Buckelwale schützen, die von Dezember bis April zur Fortpflanzung vor die Pazifikküste Mexikos schwimmen.

(sda)

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