Kampf um Forbo formell lanciert
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Kampf um Forbo formell lanciert

Am Dienstag hat die britische Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners den Forbo-Aktionären ein Kaufangebot über 260 Franken pro Aktie gemacht.

Bis am kommenden 6. April um 16.00 Uhr will CVC über die luxemburgische Tochtergesellschaft AFB Investment in Besitz von mindestens 66,67 Prozent der Forbo-Aktien gelangen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann CVC die Angebotsfrist verlängern oder den Kaufpreis erhöhen. Beratende Bank der Transaktion ist die UBS Investment Bank.

Wie CVC die Quote erreichen will, ist derzeit unklar. 34 Prozent der Forbo-Aktien befinden sich in Besitz der beiden Unternehmer Michael Pieper und Rudolf Maag. Beide stemmen sich gegen den Verkauf von Forbo an Finanzinvestoren und wollen für den Hersteller von Bodenbelägen, Plastikbändern und Klebstoffen eine industrielle Lösung. Pieper will auch zurück in den Verwaltungsrat.

Wie Forbo nach Börsenschluss bekannt gab, fuhr das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Betriebsverlust (EBIT) von 44 Millionen Franken ein. Grund für den Absturz in die roten Zahlen seien Restrukturierungskosten und erhebliche Sonderabschreibungen. Mitte Jahr lag der EBIT noch mit 30 Millionen Franken im schwarzen Bereich. Der Reinverlust betrug aber 16 Millionen Franken. Detaillierte und geprüfte Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 gibt Forbo am 22. März bekannt. (dapd)

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