Aktualisiert 07.06.2012 12:04

1 Euro = 1.20 FrankenKampf um Mindestkurs bindet Milliarden

Die Schweizerische Nationalbank muss die Kursuntergrenze massiv verteidigen. Die Devisenreserven sind im Mai um 66 Milliarden Franken gestiegen. Sie lagen bei über 303 Milliarden - neuer Rekord.

Die Nationalbank muss den Mindestkurs stark verteidigen.

Die Nationalbank muss den Mindestkurs stark verteidigen.

Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Mai 2012 stark angestiegen. Sie lagen per Ende Monat gemäss Standard des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei 303,8 Mrd. Fr. nach leicht revidierten 237,6 Mrd. Fr. Ende April.

Der Zuwachs betrug damit gut 66 Mrd. Franken. Ein grosser Teil des Anstiegs sei auf Devisenkäufe zur Durchsetzung des Mindestkurses des Frankens zum Euro zurückzuführen, sagte eine Sprecherin der SNB gegenüber AWP. Genauere Details wollte sie nicht bekannt geben.

Aufgrund der Verschärfung der Euro-Krise in den letzten Wochen hatte es am Markt zuletzt viele Spekulationen über Eingriffe der SNB zur Stützung des im vergangenen September aufgestellten Mindestkurses von 1.20 Fr. pro Euro gegeben. Im Markt war dabei von Interventionen im Mai in der Grössenordnung zwischen 20 Mrd. und 100 Mrd. Fr. die Rede.

(sda)

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