Basel: Kampfhund beisst Polizist ins Bein

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BaselKampfhund beisst Polizist ins Bein

Ein Basler Polizist wollte einen Mann verhaften, nach dem gefahndet wurde. Der Kampfhund des Mannes verteidigte sein Herrchen allerdings vehement und biss den Polizisten mehrmals ins Bein.

Ein Mann überquerte am Freitagnachmittag mit seinem American Staffordshire Terrier trotz signalisiertem Hundeverbot die Claramatte im Kleinbasel. Ein Polizist, der sich auf Patrouille befand, kontrollierte und büsste den Hundehalter deshalb, wie die Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte. Als sich herausstellte, dass der 32-jährige Schweizer zur Fahndung ausgeschrieben war, wollte ihn der Polizist auf die nächste Wache verbringen. Darauf ergriff der Mann mit seinem Hund die Flucht.

Der Polizist nahm die Verfolgung auf und konnte den Flüchtigen trotz heftiger Gegenwehr zurückhalten. Beim Gerangel biss der Hund den Beamten mehrmals ins Bein, wie es bei der Staatsantwaltschaft auf Nachfrage hiess. Ein Passant eilte dem Polizisten zu Hilfe und hielt den Kampfhund zurück, bis Verstärkung eintraf.

Der verletzte Polizist konnte die Notfallstation nach ambulanter Behandlung verlassen. Der Hund wurde dem Veterinäramt übergeben.

Bewilligungspflichtige American Staffordshire

American Staffordshire figurieren im Kanton Basel-Stadt auf der Liste der potenziell gefährlichen Hunde. Für ihre Haltung braucht es im Stadtkanton eine Bewilligung. Eine solche gibt es nur, wenn das Veterinäramt die Tiere individuell als «unauffällig» beurteilt.

Ob der Halter des Hundes über eine solche Bewilligung verfügte, war zunächst offen. Beim Festgenommenen handle es sich um einen der Staatsanwaltschaft nicht unbekannten Mann, sagte deren Sprecher. (sda)

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