Kampfhunde-Verbot soll vor Zürcher Stimmvolk
Aktualisiert

Kampfhunde-Verbot soll vor Zürcher Stimmvolk

Im Kanton Zürich soll das Volk über ein absolutes Verbot von Kampfhunden entscheiden. Dies fordern die Kantonsräte Thomas Ziegler (EVP, Elgg) und Stefan Dollenmeier (EDU, Rüti) in einem Rückkommensantrag an den Kantonsrat.

Das Parlament, welches das neue Hundegesetz vor einem Monat durchberaten hat, hat sich gegen ein generelles Kampfhundeverbot ausgesprochen. Eine Bewilligungspflicht für potenziell gefährliche Hunde sowie die Kontrollen derselben seien sinnvoller als ein totales Verbot, hiess es damals im Rat.

Ziegler und Dollenmeier wollen nun, dass der Kantonsrat die Entscheidung über das Kampfhundeverbot dem Volk überlässt, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Rückkommensantrag hervorgeht. Die beiden setzten sich bereits in der Ratsdebatte über das Hundegesetz vehement für ein Kampfhundeverbot ein.

Sie argumentierten damals, dass nur Kampfhunde, die gar nicht existieren, auch nicht beissen. Der Antrag der beiden wird vom Parlament an der zweiten Lesung des Hundegesetzes am 14. April behandelt.

Das Hundegesetz sieht derzeit lediglich eine Bewilligungspflicht für Hunde vor, die auf so genannten Rassentypenliste aufgeführt sind. Ausserdem müssen alle Hundehalter obligatorisch eine Haftpflichtversicherung abschliessen.

Zudem ist auch die bereits heute geltende Pflicht, Vorfälle mit aggressiven Hunden und Hundebisse zu melden, im Gesetz enthalten. Diese Pflicht wurde bereits als Sofortmassnahme eingeführt, nachdem im Dezember 2005 in Oberglatt ZH ein Knabe von Kampfhunden zu Tode gebissen wurde.

(sda)

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