Kampfhundeverbot auf nächste Woche vertagt
Aktualisiert

Kampfhundeverbot auf nächste Woche vertagt

Der Nationalrat wird voraussichtlich erst in der nächsten Woche über ein Verbot von Kampfhunden befinden. Bundesrat Deiss will so oder so handeln.

Das Geschäft wurde am Donnerstag verschoben, weil die vorberatende Kommission des Ständerates ihre Zustimmung noch nicht gegeben hat. Zur Debatte steht der Antrag einer Nationalratskommission, die Haltung, Zucht und Einfuhr von Kampfhunden in der Schweiz zu verbieten. Welche Hunderassen unter die Bestimmung fallen, soll dabei dem Bundesrat überlassen werden. Die Forderung, auf die tödliche Pitbull-Attacke auf einen sechsjährigen Kindergärtler, mit einem solchen Verbot zu reagieren, wurde in der Kommission mit 15 zu fünf Stimmen verabschiedet. Da das Verbot aber in einen schon bereinigten Artikel des Tierschutzgesetzes integriert werden soll, braucht es für das Rückkommen auch die Zustimmung der Ständeratskommission.

Bundesrat Joseph Deiss hat bereits klar gemacht, dass er eine zusätzliche Bestimmung nicht für nötig hält. Er könne und werde auch ohne einen Spezialartikel handeln, hatte er im Ständerat versichert. (dapd)

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