Mit Klappmesser in Kopf gestochen – Kampfsportler im Mascotte verletzt – Mann muss sechs Jahre ins Gefängnis
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Mit Klappmesser in Kopf gestochenKampfsportler im Mascotte verletzt – Mann muss sechs Jahre ins Gefängnis

Ein 35-jähriger Mann, der bei einem Streit im Club Mascotte einem Gast dreimal in den Kopf stach, muss sechs Jahre ins Gefängnis und die Schweiz verlassen.

von
Stefan Hohler
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Beim Opfer handelt es sich um einen bekannten Kampfsportler.

Beim Opfer handelt es sich um einen bekannten Kampfsportler.

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Vor dem Bezirksgericht Zürich erhielt der Beschuldigte im letzten Jahr wegen versuchter vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren sowie eine 15-jährige Landesverweisung.

Vor dem Bezirksgericht Zürich erhielt der Beschuldigte im letzten Jahr wegen versuchter vorsätzlicher Tötung eine Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren sowie eine 15-jährige Landesverweisung.

20min/hoh
Das Zürcher Obergericht hat den Beschuldigen wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.

Das Zürcher Obergericht hat den Beschuldigen wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.

20min/hoh

Darum gehts

  • Ein 35-jähriger Mann musste sich vor dem Zürcher Obergericht verantworten.

  • Der Gipser hat im Zürcher Club Mascotte einem Thai-/Kickbox-Weltmeister mit einem Messer dreimal in den Kopf gestochen.

Der Kosovare hatte nach einer Streit mit einem anderen Besucher im Club Mascotte beim Zürcher Bellevue im Januar 2018 diesen mit einem Klappmesser dreimal in den Kopf gestochen. Beim Opfer handelte es sich um einen heute 36-jährigen Schweizer, der unter anderem vierfacher Thai-/Kickbox-Weltmeister war.

Nun hat das Zürcher Obergericht den Beschuldigen wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, wie im schriftlich zugestellten Urteil zu entnehmen ist. Zudem wird der im Kanton Luzern wohnhafte Gipser, welcher fast sein ganzes Leben in der Schweiz verbrachte, für sechs Jahre des Landes verwiesen. Er muss dem Kampfsportler Schadenersatz und Genugtuung von über 120’000 Franken bezahlen.

Opfer seit Angriff beruflich stark eingeschränkt

Das Opfer ist durch den Messerangriff beruflich stark eingeschränkt und hat seitdem psychische Probleme.
Der Beschuldigte hatte am Prozess vor dem Obergericht Mitte November von Notwehr gesprochen und einen Freispruch verlangt.

Der Staatsanwalt forderte eine Freiheitsstrafe von 12,5 Jahren und eine Landesverweisung von 15 Jahren. Mit dem Schuldspruch ist das Obergericht unter das Urteil der Vorinstanz gegangen. Das Bezirksgericht Zürich hatte den Kosovaren im Juli 2020 wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren und einer Landesverweisung von 15 Jahren verurteilt.

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