Aktualisiert 29.04.2008 19:55

Kampftrinken: Bern verbietet Sauf-Partys

Der Kanton Bern übernimmt im Kampf gegen das Komatrinken eine Pionierrolle:
Ab dem 1. Juli sind
Flatrate- sowie
All-you-can-drink-Partys verboten.

von
Nora Camenisch

Eintritt zahlen und bis zum Umfallen Alkohol trinken: ­Damit ist im Kanton Bern bald Schluss. Dann tritt das Verbot von so genannten Flatrate- oder All-you-can-drink-Partys in Kraft. Dieses soll Teenager vom Kampfsaufen abhalten. Das Parlament hatte einer Änderung des Gastgewerbegesetzes 2007 zugestimmt.

Mit dem Verbot leisten die Berner Pionierarbeit. Kein ­anderer Kanton kennt einen ähnlichen Artikel. «Wir müssen vorbeugen», sagt Juso-Grossrat Patric Bhend, der ­einen Vorstoss zum Thema ein­gereicht hatte.

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher ist überzeugt: «Das Rauschtrinken unter Jugendlichen hat bei uns zugenommen.»

Gegen fehlbare Veranstalter will der Kanton rigoros vorgehen: Es drohen Bussen von bis zu 20 000 Franken und der Entzug der Betriebsbe­willigung.

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