Tochter vs. Vater: Kampusch-Film soll gestoppt werden
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Tochter vs. VaterKampusch-Film soll gestoppt werden

Der Konflikt zwischen Natascha Kampusch und ihrem Vater spitzt sich zu: Jetzt will Ludwig Koch gegen seine Tochter klagen, weil er in ihrem Film nicht gut wegkommt.

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Unterdessen hat offenbar auch Ludwig Koch den Film «3096 Tage» gesehen. Die Geschichte basiert auf der Autobiographie von Entführungsopfer Natascha Kampusch. Darin wird ihr Vater als Mann mit schweren Alkoholproblemen beschrieben. Selbst am Abend vor der Entführung seiner Tochter soll er schwer betrunken gewesen sein.

Für Ludwig Koch geht das etwas zu weit. Er behauptet, dass die Regisseurin Sherry Hormann ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zeichnet. Wie das Nachrichtenportal «oe24» berichtet, will sich Koch das aber nicht gefallen lassen: Kochs Wiener Anwalt Dietmar Heck überlegt, eine einstweilige Verfügung gegen den Film zu erwirken. Die einstweilige Verfügung muss jedoch zuerst bei Gericht eingebracht werden. Sollte der Anwalt damit durchkommen, dürfte der Streifen nicht mehr ausgestrahlt werden.

Koch rechnet in seinem Buch ab

Natascha Kampusch und Ludwig Koch stehen seit einiger Zeit im Konflikt. Auch der Vater attackiert in seinem Buch, das am Dienstag in London präsentiert wird, seine Tochter aufs Schärfste. Er zweifelt in «Vermisst. Die Suche des Vaters nach Natascha Kampusch», dass Natascha Kampusch wirklich jahrelang in einem Kellerverlies leben musste. Koch geht so weit, dass er behauptet, seine Tochter habe mit der Flucht bis zum 18. Lebensjahr gewartet, weil sie nicht in ein Heim oder zu ihrer Familie zurückkehren wollte.

Die Kindheit der Natascha Kampusch

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