Aktualisiert 03.12.2006 18:56

Kampusch: «Lauter Lügen»

Wirbel um Kampusch-Buch: Das österreichische Entführungsopfer hat die Darstellung seines Falles in einem in England und den Niederlanden erschienenen, von ihr nicht autorisierten Buch scharf zurückgewiesen.

Der Zeitschrift «Die Aktuelle» sagte Natascha Kampusch, das Buch «The Girl in the Cellar» enthalte «nur Lügen». Sein Inhalt sei verletzend, demütigend und gemein. «Und es ist strafbar», erklärte die 18-Jährige, die sich allerdings nicht dazu äusserte, in welcher Form sie gegen das Buch vorgehen will.

Laut den Worten Nataschas hat sie nie mit den Autoren Allan Hall und Michel Leidig gesprochen. Verleumderisch seien vor allem die Behauptungen über ihre Mutter, der nachgesagt wird, ständig neue Liebhaber gehabt und Natascha als kleines Kind lieblos behandelt zu haben. «Ich bin so betroffen, weil das Buch gemeine Lügen als Wahrheit verkauft», sagte Natascha. Die Autoren seien Menschen, «die auf meine Kosten und vor allem auf Kosten meiner Mutter viel Geld verdienen wollen», zitierte das Blatt Kampusch.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus» verfassten Hall und Leidig ihr Buch «Girl in the Cellar» binnen drei Monaten. Es solle nicht im deutschsprachigen Raum erscheinen, weil der Verlag Hodder & Stoughton möglichen Klagen wegen Persönlichkeitsverletzung aus dem Wege gehen wolle.

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