Aktualisiert 29.03.2007 21:24

Kanada gibt 270 000 Robben zur Jagd frei

Kanada erlaubt in diesem Jahr an seiner Atlantik-Küste die Jagd von 270 000 Robben. Diese Quote trage den prekären Lebensbedingungen der Tiere Rechnung.

Obwohl sich der Zustand des Eises im Süden des Golfs von St. Lorenz in diesem Frühling verschlechtert habe, bleibe er im Norden des Golfs, wo sich die meisten Tiere aufhielten, gut, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des kanadischen Fischereiministeriums.

Die Quoten entsprächen einem Niveau, bei dem die Gesundheit und Stärke der Robbenpopulation gesichert seien, erklärte das Ministerium weiter.

In den vergangenen drei Jahren wurden in Kanada fast eine Million Robben getötet; im Jahr 2006 waren es rund 335 000. Nach Behördenangaben halten sich rund 5,5 Millionen Grönlandrobben in kanadischen Gewässern auf.

Die Robbenjagd löst jedes Jahr erneut Proteste von Tierschützern auf der ganzen Welt aus. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace starben durch den schlechten Zustand des Eises im Süden des Golfs von St. Lorenz tausende Robbenbabies. Gerade geborene Robbenbabies können noch nicht schwimmen und sind auf das Eis angewiesen.

Greenpeace forderte die kanadischen Behörden auf, die Robbenjagd ganz zu verbieten.

(sda)

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