Finnland nutzt deutsche Fehler und fordert im WM-Final Kanada
Aktualisiert

Eishockey-WM in RigaFinnland nutzt deutsche Fehler und fordert im WM-Final Kanada

Nach dem Bangen, ob man überhaupt ins Viertelfinal kommt, stehen die Kanadier als erster Finalist der Eishockey-WM fest. Dort treffen sie auf Finnland.

Im Halbfinal der Eishockey-WM zwischen Finnland und Deutschland gehen die Finnen wegen zweier Fehler der Deutschen im ersten Drittel mit 2:0 in Führung.

SRF

Darum gehts

  • Am Samstag wurden die Finalisten der Eishockey-WM in Riga ausgespielt.

  • Kanada holte sich mit 4:2 den Sieg gegen die USA.

  • Finalgegner am Sonntag ist Finnland.

Am Ende wurde der aufopferungsvolle Kampf der Deutschen in ihrem WM-Halbfinal nicht belohnt. Zwei Fehler standen am Ursprung ihrer 1:2-Niederlage gegen Finnland, die am Sonntag gegen Kanada ihren WM-Titel verteidigen könnten.

Nach dem Sieg gegen die Schweizer Nati im Viertelfinal erlaubte sich die Mannschaft von Toni Söderholm im ersten Drittel zwei Fehler, welche die Finnen eiskalt ausnutzten. Beim 0:1 machte der deutsche Goalie Niederberger keine gute Figur, beim 0:2 ermöglichten die Deutschen mit einem Fehler in der Defensive ihrem Gegner erst den Torerfolg. Reichel im Dress der Deutschen drehte in der eigenen Zone ab und verlor dabei die Scheibe an Anttila. Der Finne bewies Übersicht und passte auf den freien Björninen im Slot, welcher Niederberger zwischen den Schonern erwischte.

Nachdem die Deutschen im Mitteldrittel in Überzahl den 1:2-Anschlusstreffer erzielt hatte, powerte das Team im letzten Spielabschnitt und kam zu zahlreichen Möglichkeiten, sich in die Verlängerung zu retten. Das Spiel erinnerte sehr an die Partie gegen die Schweiz, doch dieses Mal mit schlechterem Ausgang für Deutschland. Beim Spiel mit 6 gegen 5 ohne Goalie wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.

Kanada jagt Titel-Rekord

Die Top-Nation Kanada ist am Sonntag der Finalgegner der Finnen. Der 26-malige Weltmeister gewann am Samstagnachmittag in Riga das Prestigeduell mit den USA mit 4:2. Überraschend kommt der Finaleinzug, weil die Kanadier historisch schlecht mit drei Niederlagen in die Weltmeisterschaft gestartet waren. Erst nach der 1:3-Niederlage gegen die Deutschen steigerten sich die Kanadier, wurden in der Vorrundengruppe dennoch nur Vierter und erreichten lediglich mit deutscher Schützenhilfe den Viertelfinal. Doch Captain Adam Henrique betonte im Interview bei SRF: «Ich und wir als Team, haben immer an uns geglaubt.»

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Die Kanadier jubeln beim Halbfinalsieg gegen die USA.

Die Kanadier jubeln beim Halbfinalsieg gegen die USA.

AFP
Während des Matches kam es zu einem kleinen Gerangel. 

Während des Matches kam es zu einem kleinen Gerangel.

AFP
Auf der Trainerbank der Kanadier ist die Stimmung anfangs noch nicht auf dem Höhepunkt.

Auf der Trainerbank der Kanadier ist die Stimmung anfangs noch nicht auf dem Höhepunkt.

AFP

Spitzenreiter und Favorit der Partie, die USA, konnte zwar mit den Toren der beiden NHL-Profis Colin Blackwell und Sasha Chmelevski Zeichen setzen, doch am Ende brachte all das nichts. Mit einem Doppelpack war NHL-Stürmer Andrew Mangiapane von den Calgary Flames entscheidender Spieler für Kanada, um den Erfolgslauf der USA zu stoppen. Früh hatte zudem Brandon Pirri von den Chicago Blackhawks die Führung erzielt. Justin Danforth, 24 Sekunden vor Schluss, sorgte mit einem Treffer ins leere Tor für die Entscheidung

Mit einem Final-Sieg am Sonntag würde Kanada mit Rekordweltmeister Russland gleichziehen und den 27. WM-Titel gewinnen.

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(erh/dpa)

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