Nord Stream 1: Kanada verteidigt Turbinen-Rückgabe nach scharfer Kritik von Selenski

Aktualisiert

Nord Stream 1Kanada verteidigt Turbinen-Rückgabe nach scharfer Kritik von Selenski

Kanada hatte trotz der Russland-Sanktionen die Ausfuhr der reparierten Turbine für die  Gaspipeline Nord Stream 1 genehmigt.  Die Finanzministerin verweist auf die drohenden Energieprobleme.

1 / 3
Der Entscheid, die Ausfuhr der reparierten Siemens-Turbine zu bewilligen, sei laut kanadischen Angaben «sehr schwierig» gewesen.

Der Entscheid, die Ausfuhr der reparierten Siemens-Turbine zu bewilligen, sei laut kanadischen Angaben «sehr schwierig» gewesen.

REUTERS
Finanzministerin Chrystia Freeland verwies auf die Energieprobleme, «denen sich Deutschland und unsere europäischen Partner gegenüber sehen».

Finanzministerin Chrystia Freeland verwies auf die Energieprobleme, «denen sich Deutschland und unsere europäischen Partner gegenüber sehen».

AFP
Ausserdem habe Deutschland klargemacht, «dass seine Kapazität, die Unterstützung für die Ukraine aufrecht zu erhalten, bedroht sein könnte», fügte die Ministerin hinzu.

Ausserdem habe Deutschland klargemacht, «dass seine Kapazität, die Unterstützung für die Ukraine aufrecht zu erhalten, bedroht sein könnte», fügte die Ministerin hinzu.

REUTERS

Im Streit um die in Kanada reparierte Siemens-Turbine für die Gaspipeline Nord Stream 1 hat die Regierung in Ottawa nochmals ihre Ausfuhrgenehmigung verteidigt. Die Entscheidung darüber sei «sehr schwierig» gewesen, sagte am Samstag Finanzministerin Chrystia Freeland. «Aber es war die richtige Entscheidung.»

«Deutschland hat klar gemacht, dass seine Kapazität, die Unterstützung für die Ukraine aufrecht zu erhalten, bedroht sein könnte.»

Kanadas Finanzministerin Chrystia Freeland

Freeland verwies auf die Energieprobleme, «denen sich Deutschland und unsere europäischen Partner gegenüber sehen». Kanada sehe diese Probleme und habe entsprechend gehandelt. Ausserdem habe Deutschland klargemacht, «dass seine Kapazität, die Unterstützung für die Ukraine aufrecht zu erhalten, bedroht sein könnte», fügte die Ministerin hinzu.

Selenski kritisierte die Rückgabe als «inakzeptabel»

Nach wochenlangem Drängen der deutschen Regierung hatte Kanada trotz der gegen Moskau verhängten Sanktionen vor einer Woche die Ausfuhr der reparierten Turbine für die aus Russland kommende Gaspipeline Nord Stream 1 genehmigt. Dies war vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski als «inakzeptabel» kritisiert worden.

Freeland kritisierte in einer Telefon-Pressekonferenz zudem die Teilnahme Russlands am G20-Ministertreffen in Indonesien. Dies sei «absurd» gewesen, sagte die kanadische Finanzministerin, die ukrainische Wurzeln hat. Die Teilnahme Russlands sei so gewesen, «als ob man einen Pyromanen zu einem Treffen von Feuerwehrleuten einlädt». Das G20-Finanzministertreffen auf Bali war wegen fehlender Einigkeit zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine am Samstag ohne gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gegangen. 

Beschäftigt dich oder jemanden, den du kennst, der Krieg in der Ukraine?

Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Beratungsangebot (Deutsch, Ukrainisch, Russisch), von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Anmeldung und Infos für Gastfamilien:

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

(AFP/job)

Deine Meinung

33 Kommentare